Was ist Cloud Computing?

Leitfaden für Einsteiger

In einfachen Worten ist Cloud Computing die Bereitstellung von Computingdiensten (Server, Speicher, Datenbanken, Netzwerkkomponenten, Software, Analyseoptionen und mehr) über das Internet („die Cloud“). Unternehmen, die diese Computingdienste anbieten, werden als Cloudanbieter bezeichnet und stellen die Cloud Computing-Dienste üblicherweise basierend auf der jeweiligen Nutzung in Rechnung, wie Sie es von der Berechnung Ihres Wasser- und Stromverbrauchs in Ihrem Zuhause kennen.

Sie sind weiterhin nicht ganz sicher, wie Cloud Computing funktioniert und wozu es eingesetzt wird? In diesem Leitfaden für Einsteiger werden grundlegende Cloud Computing-Begriffe und -Konzepte erläutert, damit Sie sich schnell zurechtfinden.

So wählen Sie einen Cloudanbieter

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Cloud Computing – Verwendungsmöglichkeiten

Wahrscheinlich nutzen Sie Cloud Computing bereits, ohne dass es Ihnen bewusst ist. Wenn Sie einen Onlinedienst verwenden, um E-Mails zu senden, Dokumente zu bearbeiten, Filme oder Fernsehsendungen wiederzugeben, Spiele zu spielen oder Bilder und andere Dateien zu speichern, wird all dies vermutlich durch Cloud Computing ermöglicht. Die ersten Cloud Computing-Dienste sind gerade mal zehn Jahre alt, doch diverse Unternehmen – von kleinen Startups bis hin zu globalen Großunternehmen, Regierungsbehörden und gemeinnützigen Organisationen – nutzen die Technologie bereits aus verschiedenen Gründen. Im Folgenden haben wir ein paar Dinge aufgelistet, die mit der Cloud möglich sind:

  • Neue Apps und Dienste erstellen
  • Daten speichern, sichern und wiederherstellen
  • Websites und Blogs hosten
  • Audio- und Videoinhalte streamen
  • Software bedarfsgesteuert bereitstellen
  • Datenmuster analysieren und Vorhersagen treffen

Die Hauptvorteile beim Cloud Computing

Durch Cloud Computing wird die traditionelle Denkweise von Unternehmen im Hinblick auf IT-Ressourcen grundlegend verändert. Was ist das Besondere am Cloud Computing? Weshalb erfreut sich Cloud Computing so großer Beliebtheit? Nachfolgend sind 6 häufige Gründe aufgeführt, weshalb sich Unternehmen für Cloud Computing-Dienste entscheiden:

1. Kosten

Beim Cloud Computing fallen keinerlei Investitionskosten für den Erwerb von Hardware und Software oder die Einrichtung und den Betrieb lokaler Datencenter an, die Serverracks, Stromversorgung und Kühlung rund um die Uhr sowie IT-Experten zur Verwaltung der Infrastruktur erforderlich machen. Da kommt schnell einiges zusammen.

2. Geschwindigkeit

Da die meisten Cloud Computing-Dienste bedarfsgesteuert und als Self-Service-Angebote bereitgestellt werden, lassen sich selbst äußerst große Mengen an Computingressourcen innerhalb weniger Minuten bereitstellen. Diese Bereitstellung erfolgt üblicherweise mit nur wenigen Mausklicks, sodass Unternehmen von großer Flexibilität profitieren und der mit der Kapazitätsplanung einhergehende Druck der Vergangenheit angehört.

3. Globale Skalierung

Zu den Vorteilen von Cloud Computing-Diensten zählt u. a. die Möglichkeit einer elastischen Skalierung. Im Cloudkontext bedeutet das, die richtige Menge an IT-Ressourcen (beispielsweise eine höhere oder niedrigere Computingleistung, Speicherkapazität oder Bandbreite) genau dann bereitzustellen, wenn sie benötigt wird – und zwar vom richtigen geografischen Standort.

4. Produktivität

Lokale Datencenter gehen typischerweise mit einem erheblichen Einrichtungs- und Verwaltungsaufwand einher. Dazu zählen z. B. die Einrichtung von Hardware, das Aufspielen von Softwarepatches und andere zeitaufwändige IT-Verwaltungsaufgaben. Beim Cloud Computing müssen viele dieser Aufgaben nicht länger ausgeführt werden, sodass sich IT-Teams auf wichtigere Unternehmensziele konzentrieren können.

5. Leistung

Die größten Cloud Computing-Dienste werden in einem globalen Netzwerk aus sicheren Datencentern ausgeführt, die regelmäßig auf die neueste Generation schneller und effizienter Computinghardware aktualisiert werden. Dieser Aufbau bietet gegenüber einem einzelnen Unternehmensdatencenter eine Reihe von Vorteilen, wie z. B. geringere Netzwerklatenzen für Anwendungen und größere Kostenersparnisse.

6. Zuverlässigkeit

Mithilfe von Cloud Computing werden Datensicherung, Notfallwiederherstellung und Geschäftskontinuität vereinfacht, und die zugehörigen Kosten werden gesenkt, da Daten an mehreren redundanten Standorten im Netzwerk des Cloudanbieters gespiegelt werden können.

Arten von Clouddiensten: IaaS, PaaS und SaaS

Die meisten Cloud Computing-Dienste lassen sich in drei grundlegende Kategorien untergliedern: IaaS (Infrastructure-as-a-Service), PaaS (Platform-as-a-Service) und SaaS (Software-as-a-Service). Da diese Kategorien aufeinander aufbauen, werden sie mitunter als Cloud Computing-Stack bezeichnet. Wenn Sie diese Kategorien und ihre Unterschiede kennen, können Sie Ihre Unternehmensziele leichter erreichen.

IaaS (Infrastructure-as-a-Service)

Die einfachste Kategorie von Cloud Computing-Diensten. Bei IaaS nehmen Sie IT-Infrastruktur – Server und virtuelle Computer, Speicher, Netzwerke Betriebssysteme – eines Cloudanbieters in Anspruch und entrichten nutzungsbasierte Gebühren für diese Dienste. Weitere Informationen finden Sie unter Was ist IaaS?

PaaS (Platform-as-a-Service)

Bei PaaS handelt es sich um Cloud Computing-Dienste, mit denen eine bedarfsgesteuerte Umgebung für Entwicklung, Test, Bereitstellung und Verwaltung von Softwareanwendungen bereitgestellt wird. Mit einer PaaS-Lösung wird die schnelle Entwicklung von Web-Apps oder mobilen Apps vereinfacht, ohne dass Sie sich Gedanken um die Einrichtung oder Verwaltung der zugrunde liegenden Infrastruktur aus Servern, Speichern, Netzwerkkomponenten und Datenbanken machen müssen, die für die Entwicklung benötigt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Was ist PaaS?

SaaS (Software-as-a-Service)

SaaS ist eine Methode zur Bereitstellung von Softwareanwendungen über das Internet. Diese Bereitstellung erfolgt nach Bedarf und üblicherweise auf Basis von Abonnements. Bei SaaS werden Softwareanwendungen und zugrunde liegende Infrastrukturen von Cloudanbietern gehostet und verwaltet. Auch alle Wartungsaufgaben (z. B. das Aufspielen von Softwareupgrades und Sicherheitspatches) werden von den Cloudanbietern übernommen. Benutzer verbinden sich über das Internet mit der Anwendung und verwenden dazu üblicherweise einen Webbrowser auf ihrem Mobiltelefon, Tablet PC oder PC. Weitere Informationen finden Sie unter Was ist SaaS?

Arten von Cloudbereitstellungen: Public Cloud, Private Cloud und Hybrid Cloud

Keine Cloud ist wie die andere. Für die Bereitstellung von Cloud Computing-Ressourcen gibt es drei Möglichkeiten: Public Cloud, Private Cloud und Hybrid Cloud.

Public Cloud

Public Clouds befinden sich im Besitz externer Clouddienstanbieter und werden von diesen betrieben. Dabei werden die Computingressourcen wie Server und Speicher über das Internet bereitgestellt. Microsoft Azure ist ein Beispiel für eine Public Cloud. Bei Public Clouds sind sämtliche Hardware-, Software- und andere unterstützende Infrastrukturkomponenten Eigentum des Cloudanbieters und werden von diesem verwaltet. Sie nutzen einen Webbrowser, um auf diese Dienste zuzugreifen und ihr Konto zu verwalten.

Private Cloud

Bei einer Private Cloud werden die Cloud Computing-Ressourcen exklusiv von einem einzigen Unternehmen genutzt. Private Clouds können sich physisch im lokalen Datencenter des Unternehmens befinden. Einige Unternehmen nutzen jedoch auch die Leistungen externer Dienstanbieter, um ihre Private Cloud zu hosten. Bei Private Clouds werden die Dienste und Infrastrukturkomponenten in einem privaten Netzwerk verwaltet.

Hybrid Cloud

Hybrid Clouds sind eine Kombination aus Public Clouds und Private Clouds, die über Technologien für eine gemeinsame Nutzung von Daten und Anwendungen verbunden sind. Da Daten und Anwendungen zwischen Public Clouds und Private Clouds verschoben werden können, profitieren Unternehmen mit Hybrid Clouds von mehr Flexibilität und umfangreicheren Bereitstellungsoptionen.

Cloud Computing – Funktionsweise

Die Funktionsweise von Cloud Computing-Diensten unterscheidet sich abhängig vom Anbieter geringfügig. In vielen Fällen wird jedoch ein benutzerfreundliches, browserbasiertes Dashboard bereitgestellt, das die Ressourcenbestellung und Kontoverwaltung für IT-Profis und Entwickler vereinfacht. Einige Cloud Computing-Dienste können zudem mit REST-APIs und einer Befehlszeilenschnittstelle genutzt werden, sodass Entwickler von verschiedenen Optionen profitieren.

Microsoft und Cloud Computing

Microsoft ist ein führender globaler Anbieter von Cloud Computing-Diensten für Unternehmen aller Größenordnungen. Weitere Informationen zu unserer Cloudplattform Microsoft Azure sowie einen Vergleich mit den Angeboten anderer Anbieter finden Sie auf den Websites Was ist Azure? und Azure und AWS im Vergleich.