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Ankündigung: allgemeine Verfügbarkeit von Azure Spot-VMs

Veröffentlicht am 12 Mai, 2020

Principal PM Manager, Azure Compute

Heute kündigen wir die allgemeine Verfügbarkeit von Azure Spot-VMs an. Azure Spot-VMs bieten Zugriff auf ungenutzte Azure-Computekapazität zu deutlichen Rabatten. Die Spot-Preise sind derzeit für Einzel-VMs und VM-Skalierungsgruppen verfügbar. So können Sie ein breiteres Spektrum von Workloads in Azure bereitstellen und gleichzeitig von vergünstigten Preisen im Vergleich zur nutzungsbasierten Bezahlung profitieren. Spot-VMs bieten die gleichen Eigenschaften wie VMs mit nutzungsbasierter Bezahlung, unterscheiden sich aber bei den Preisen und bei der Entfernungen. Spot-VMs können jederzeit entfernt werden, wenn Azure Kapazität benötigt.

Folgende Workloads eignen sich beispielsweise ideal für die Ausführung auf Spot-VMs:

  • Batchaufträge
  • Workloads, die Unterbrechungen tolerieren oder nach einer Unterbrechung wiederhergestellt werden können
  • Dev/Test
  • Zustandslose Anwendungen, die mit Spot-VMs aufskaliert werden können, um bei entsprechender Gelegenheit Kosten zu sparen
  • Kurzlebige Aufträge, die problemlos noch einmal ausgeführt werden können, wenn die VM entfernt wird

Spot-VMs haben die Vorschauversion für Azure-VMs mit niedriger Priorität in Skalierungsgruppen ersetzt. Zulässige VMs mit niedriger Priorität wurden automatisch in Spot-VMs konvertiert.

Preise für Spot-VMs

Anders als bei VMs mit niedriger Priorität variieren die Preise für Spot-VMs abhängig von der Kapazität für eine Größe oder SKU in einer Azure-Region. Die Spot-Preise können Ihnen Aufschluss über die Verfügbarkeit und den Bedarf für eine Azure-VM-Serie sowie eine bestimmte Größe in einer Region geben. Die Preise ändern sich langsam, um eine Stabilisierung zu gewährleisten, sodass Sie Ihre Budgets besser verwalten können. Im Azure-Portal haben Sie Zugriff auf die aktuellen Preise für Azure Spot-VMs. So können Sie leicht herausfinden, welche Region oder VM-Größe Ihre Anforderungen am besten erfüllt. Die Spot-Preise sind auf die Preise für die nutzungsbasierte Bezahlung begrenzt.

Bereich für die VM-Größe im Portal mit Größen und Spot-Preisen für die Region.
 

Bereitstellung von Spot-VMs

Spot-VMs lassen sich leicht bereitstellen und verwalten. Das Bereitstellen einer Spot-VM ähnelt der Konfiguration und Bereitstellung einer regulären VM. Beispielsweise können Sie im Azure-Portal einfach die Option für eine Azure Spot-Instanz auswählen, um eine Spot-VM bereitzustellen. Sie können auch den Höchstpreis für Ihre Spot-VMs festlegen. Verschiedene Optionen sind verfügbar:

  1. Sie können Ihre Spot-VMs bereitstellen, ohne den Preis zu begrenzen. Azure stellt Ihnen den jeweils geltenden Preis für Spot-VMs in Rechnung, sodass Sie sicher sein können, dass Ihre VMs nicht aufgrund des Preises entfernt werden.
      Auswählen des rein kapazitätsbasierten Entfernungstyps
  2. Alternativ können Sie einen bestimmten Preis angeben, damit Sie Ihr Budget nicht überschreiten. Azure stellt Ihnen keine über den festgelegten Höchstpreis hinausgehenden Kosten in Rechnung. Wenn die Spot-Preise über diesen Höchstpreis steigen, wird die VM entfernt.
       Festlegen eines Höchstpreises für die Bereitstellung der Spot-VM
     

Es sind einige weitere Optionen mit niedrigeren Kosten verfügbar:

  1. Wenn für Ihre Workload keine bestimmte VM-Serie und -Größe erforderlich ist, können Sie sich für andere VMs in der gleichen Region entscheiden, die möglicherweise kostengünstiger sind.
  2. Wenn Ihre Workload nicht von einer bestimmten Region abhängig ist und keine Anforderungen an die Data Residency bestehen, können Sie eine andere Azure-Region auswählen, um die Kosten zu senken.

Kontingent für Spot-VMs

Für mehr Flexibilität führt Azure im Rahmen dieser Ankündigung auch ein eigenes Kontingent für Spot-VMs ein, das vom Kontingent Ihrer VMs mit nutzungsbasierter Bezahlung getrennt ist. Das Kontingent für Spot-VMs und Spot-VMSS-Instanzen ist ein einzelnes Kontingent für alle VM-Größen in einer bestimmten Region. Dadurch erhalten Sie einfachen Zugang zu einer größeren Auswahl an VMs.
   Anfordern eines neuen Kontingents für Spot-VMs

Behandeln von Entfernungen

Azure versucht, Ihre Spot-VM unterbrechungsfrei auszuführen und Entfernungen zu minimieren. Da die Laufzeit für Azure Spot-VMs und VMSS-Instanzen nicht garantiert ist, sollte Ihre Workload jedoch darauf vorbereitet sein, Entfernungen zu verarbeiten. Optional können Sie geplante Ereignisse abonnieren, damit Sie 30 Sekunden vor der Entfernung eine Benachrichtigung erhalten. Ihre VMs können aus folgenden Gründen entfernt werden:

  1. Die Spot-Preise haben den Höchstpreis überschritten, den Sie für die VM festgelegt haben. Azure Spot-VMs werden entfernt, wenn der Preis für die von Ihnen ausgewählte VM den Höchstpreis überschreitet, den Sie bei der Bereitstellung festgelegt haben. Sie können versuchen, die VM erneut bereitzustellen, indem Sie die Preise ändern.
  2. Azure muss Kapazität freigeben.

In beiden Szenarios können Sie versuchen, die VM in derselben Region oder Verfügbarkeitszone erneut bereitzustellen.

Bewährte Methoden

Beachten Sie Folgendes, um Ihre Azure Spot-VMs effizient zu nutzen:

  • Versuchen Sie, für zeitintensive Vorgänge Prüfpunkte zu erstellen, sodass Sie die Workload von einem vorherigen bekannten Prüfpunkt aus neu starten können, um Entfernungen zu verarbeiten und Zeit zu sparen.
  • Sie können bei der horizontalen Skalierung Kosten sparen, indem Sie zwei VMSS-Instanzen verwenden, von denen eine reguläre VMs und die andere Spot-VMs enthält. Sie können für beide Instanzen den gleichen Lastenausgleich verwenden, um opportunistisch aufzuskalieren.
  • Lauschen Sie auf der VM auf Entfernungsbenachrichtigungen, damit Sie informiert werden, wenn die Entfernung einer VM bevorsteht.
  • Wenn Sie bereit sind, die Preise für die nutzungsbasierte Bezahlung zu nutzen, verwenden Sie den rein kapazitätsbasierten Entfernungstyp. Geben Sie in der API -1 als Höchstpreis ein, da Azure Ihnen nie mehr als den Preis der Spot-VM berechnet.
  • Erstellen Sie zum Verarbeiten von Entfernungen eine Wiederholungslogik, um VMs erneut bereitzustellen. Wenn Sie keine bestimmte VM-Serie und -Größe benötigen, versuchen Sie, eine andere Größe bereitzustellen, die Ihren Workloadanforderungen entspricht.
  • Wählen Sie bei der Bereitstellung von VMSS im Portal auf der Registerkarte „Verwaltung“ die maximale Verbreitung aus, oder verwenden Sie in der API FD==1, um nach Kapazität in einer Zone oder Region zu suchen.

Kundenerfolgsgeschichten

Wir schätzen Feedback von Kunden und Partnern und planen, das Angebot weiter auszuweiten, um die Anforderungen unserer Stakeholder zu erfüllen.

rescale_logo „Unsere Kunden verlangen immer wieder nach einer flexibleren HPC-Umgebung. Sie benötigen flexible VM-Typen, flexible Kapazitäten und auch flexible Verpflichtungen. Das Azure Spot-Angebot bietet genau diese Flexibilität – und in Kombination mit Rescale steigt dabei die Kosteneffizienz, während das Risiko einer vorzeitigen Entfernung sinkt.“ Gerhard Esterhuizen, VP für Engineering bei Rescale und Brian Tecklenburg, VP für HPC Marketing bei Rescale

„Bei unseren Benchmarktests zur Leistung verschiedener Cloudanbieter war Azure immer unter den besten Anbietern. Durch Azure Spot-VMs können unsere Kunden jetzt ad hoc die beste Infrastruktur auf dem Markt nutzen. In Kombination mit der HPC-Auftragsorchestrierung von Rescale und automatischen Neustarts an Prüfpunkten können Azure Spot-VMs das Risiko einer vorzeitigen Entfernung reduzieren. Unsere Kunden profitieren also von überall aus von der besten Cloudinfrastruktur.“ Mulyanto Poort, VP für HPC Engineering bei Rescale

 

InMobi_blue „Unsere größte Plattform, InMobi Exchange, wird vollständig in Azure ausgeführt. Für unser Unternehmen ist eine kosteneffiziente, cloudnative Lösung unerlässlich, die eine hohe Parallelität und Skalierbarkeit ermöglicht. Das ist insbesondere deshalb wichtig, weil es auch in InMobi Exchange immer wieder zu den in der digitalen Werbebranche üblichen saisonbedingten Schwankungen in den Datenverkehrskurven kommt. Durch die Azure Spot-VM-Angebote konnten wir unseren Anwendungsstapel neu vernetzen, um eine vollständige Zustandslosigkeit zu erreichen. Auch die Kosteneffizienz konnte enorm verbessert werden. Wir bei InMobi zählten zu den ersten Anwendern des Spot-VM-Angebots, und Microsoft war stets ein guter Partner, der dafür gesorgt hat, dass der Umfang und die Funktionen des Produkts an unsere Anforderungen angepasst wurden. Mittlerweile haben wir den Großteil unserer Computeprozesse für die Bereitstellung und Datenverarbeitung in Azure Spot-VMs verschoben. So haben wir eine Kosteneffizienz von 50–60 % für unsere Computeanforderungen erreicht. Dadurch konnten wir die wirtschaftliche Effizienz unseres Unternehmens erheblich steigern.“ Prasanna Prasad, Senior Vice President für Engineering bei InMobi

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