KI am Edge

Veröffentlicht am 14 November, 2018

Corporate Vice President, Azure AI

Gerade sehen wir eine klare Entwicklung in Richtung einer Zukunft mit intelligenter Cloud und Intelligent Edge. Die intelligente Cloud umfasst Computing im großen Stil für jede erdenkliche Anwendung – alles dank der öffentlichen Cloud und dank KI. Intelligent Edge ist ein stetig wachsendes Netz aus Systemen und Geräten, die Daten sammeln und analysieren – nah an Endbenutzern und den generierten Daten. Durch die Kombination dieser beiden Technologien können Sie eine neue Generation verteilter, vernetzter Anwendungen entwickeln und damit noch nie da gewesene Geschäftsergebnisse erzielen.

Wir möchten zu dieser Entwicklung beitragen und freuen uns deshalb, heute die Vorschauversion von Azure Cognitive Services-Containern bekanntgeben zu können. Damit ist es möglich, intelligente Anwendung zu entwickeln, die sowohl die Cloud und als auch den Edge umfassen. Mit Azure Cognitive Services können Entwickler im Handumdrehen kognitive Features zu ihren Anwendungen hinzufügen, ohne tiefgreifende Qualifikationen oder Kenntnisse zu KI oder Data Science haben zu müssen. Kognitive Features sind z.B. die Objekterkennung, maschinelles Sehen und das Sprachverständnis. Über 1,2 Million Entwickler nutzen Azure Cognitive Services bereits, um intelligente Anwendungen zu entwickeln und auszuführen. Die Containerisierung ist ein Ansatz zur Softwareverteilung, bei dem Anwendungen oder Dienste gepackt werden, damit sie mit geringem bis gar keinem Anpassungsaufwand in einem Containerhost bereitgestellt werden können.

Mit der Unterstützung für Container können Kunden die intelligenten Funktionen von Azure Cognitive Services dort verwenden, wo sich die Daten befinden. Das bedeutet, dass Kunden Gesichtserkennung, optische Zeichenerkennung oder Textanalysevorgänge durchführen können, ohne ihre Inhalte in die Cloud übertragen zu müssen. Ihre intelligenten Apps sind portabel und können konsistent skaliert werden, egal ob sie im Edge oder in Azure ausgeführt werden.

Ausführen von KI im Edge

Mit steigenden Datenmengen in Organisationen wurden Forderungen laut, KI-Funktionen in unterschiedlichen Umgebungen bereitstellen zu können. Durch das Bereitstellen von Cognitive Services in Containern können Kunden Informationen nah an der realen Welt analysieren. So gewinnen sie Echtzeiterkenntnisse und können interaktive Funktionen nutzen, die extrem reaktionsfähig sind und Kontext beachten. Cognitive Services-Container, die von Kunden am eigenen Standort bereitgestellt werden, übermitteln keine Kundendaten (z.B. das analysierte Bild oder den analysierten Text) an Microsoft. 

Erstellen konsistenter App-Architekturen in der Cloud und am Edge

Mit Cognitive Services-Containern können Kunden eine Anwendungsarchitektur erstellen, die sowohl die Vorteile der widerstandsfähigen Cloud-Funktionen als auch der Nähe des Edge nutzen kann. Mit Containern können Kunden sich entscheiden, wann Sie die KI-Modelle in Ihren Lösungen upgraden möchten. Zudem können sie neue Versionen von Modellen ausprobieren, bevor sie diese konsistent in der Produktion bereitstellen, egal ob am Edge oder in Azure.

Kunden und Partner setzen diese hochmodernen Funktionen bereits ein, um ihre Unternehmen weiterzuentwickeln.

Psiori verwendet Cognitive Services-Container zur Analyse medizinischer Dokumente (z.B. Laborberichte und -bilder) direkt am Edge, um Versicherungsrückzahlungen zu automatisieren und zu optimieren. Jona Boddinghaus, Partner und Senior Software Developer bei Psiori, sagt, dass sein Unternehmen dringend nach einer Lösung für eine erstklassige KI gesucht habe, aber gleichzeitig die Datenschutzrichtlinien der jeweiligen Krankenhäuser einhalten musste. Da sei die Unterstützung von Cognitive Services für Container genau das Richtige gewesen.

Avanade, ein global agierendes Dienstleistungsunternehmen, verwendet Cognitive Services-Container zum Erstellen neuer Intelligent Edge-Anwendungen für Kunden, die nur mit eingeschränkter Konnektivität arbeiten können. Amit Bahree, CTO für KI bei Avanade, gibt an, dass Cognitive Services-Container besonders in Situationen mit nur teilweise verbundenen Umgebungen (z.B. abgelegene Bohrinseln, Schiffe auf dem Meer oder Fabrikhallen) für weniger Problempunkte bei den Kunden sorgen.

Intel entwickelt Hardwarelösungen, die Sicherheit für Linux-Container bieten. Andy Vargas, Intel VP of Software and Services, sagt, dass Azure Cognitive Services-Container mehrere Möglichkeiten zum Weiterentwickeln und Bereitstellen von KI-Lösungen mit beständiger Leistung bieten, sei es lokal oder nicht lokal. Mit steigendem Workloadbedarf könne man zentral hochskalieren oder das Ganze in den Edge erweitern.

Starten Sie noch heute!

Nutzen Sie die Vorteile von Azure Cognitive Services-Containers, um noch heute intelligente Anwendungen zu erstellen. Weitere Informationen finden Sie im Blogbeitrag Getting started with Azure Cognitive Services in containers (Erste Schritte mit Azure Cognitive Services in Containern).

Wenn Sie mehr über unsere Edgelösungen erfahren möchten, lesen Sie den Blog zu Edgecomputing von Julia White.