Wesentliche Punkte
- VDI steht für „virtuelle Desktopinfrastruktur“.
- VDI stellt sichere, zentral verwaltete Desktopumgebungen aus der Cloud oder einem Rechenzentrum bereit, sodass Ihr Team von fast überall aus arbeiten kann, und das mit fast jedem Gerät.
- Indem Daten an einem zentralen Speicherort abgelegt werden, hilft VDI dabei, vertrauliche Informationen zu schützen und Compliance mit Branchenstandards sicherzustellen.
- IT-Teams können mit VDI Updates, Sicherheit und Einstellungen von einem Ort aus verwalten, was den Betrieb vereinfacht und Ausfallzeiten reduziert.
- Mit VDI können Unternehmen die Anzahl ihrer virtuellen Desktops schnell an veränderte Anforderungen anpassen, ohne große Hardwareinvestitionen.
- VDI unterstützt flexible Arbeitsmodelle, einschließlich Remote- und Hybridteams sowie kurzfristige Auftragnehmende, ohne die Mitarbeitererfahrung zu beeinträchtigen.
Bedeutung von VDI
Anstatt herkömmliche Desktopkonfigurationen zu verwenden, die an physische Geräte gebunden sind, können Mitarbeitende mit VDI von fast jedem Gerät und von überall aus auf ihre Arbeitsumgebung zugreifen, wenn eine Internetverbindung vorhanden ist. VDI bietet gegenüber herkömmlichen Desktopinfrastrukturen mehrere Vorteile, besonders für Remote- oder Hybridarbeitsumgebungen.
Warum VDI wichtig ist
Um in der heutigen remote-freundlichen Arbeitswelt wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen moderne Unternehmen agil und anpassungsfähig sein. VDI macht das möglich, indem es die Desktopverwaltung vereinfacht und die Flexibilität für Mitarbeitende erhöht. Ob Ihr Team in verschiedenen Büros, zu Hause oder unterwegs arbeitet, VDI stellt sicher, dass alle auf dieselbe sichere, aktuelle Desktopumgebung zugreifen können.
Da VDI Ihre Desktopinfrastruktur zentralisiert, trägt es auch dazu bei, Sicherheitsmaßnahmen zu optimieren, Hardwarekosten zu senken und die Einhaltung von Branchenvorschriften zu erleichtern. VDI ist für Ihr Unternehmen nicht nur eine praktische Wahl, sondern auch eine kosteneffiziente.
Wie funktioniert die virtuelle Desktopinfrastruktur?
VDI setzt stark auf Cloud Computing, um flexible Desktopumgebungen bereitzustellen, auf die von fast jedem Gerät und jedem Standort aus zugegriffen werden kann. Im Kern trennt VDI die Desktopumgebung von der physischen Hardware, sodass sie auf zentralen Servern oder Cloudplattformen gehostet werden kann.
Hier ist eine Übersicht über die Technologie hinter VDI und die wichtigsten Komponenten, die das Ganze möglich machen.
Die Kerntechnologie hinter VDI
VDI basiert auf Virtualisierung, wodurch ein einzelnes physisches Gerät mehrere virtuelle Desktops ausführen kann. Das wird mithilfe eines Hypervisors erreicht, einer Software, die virtuelle Maschinen verwaltet und Ressourcen wie CPUs, Arbeitsspeicher und Speicher zuweist.
Der virtuelle Desktop wird in einem virtuellen Computer ausgeführt, die die Funktionen eines physischen Computers nachbildet – das heißt, eine Person interagiert mit der Desktopumgebung, als würde sie auf dem eigenen Gerät arbeiten.
Sechs wichtige Komponenten von VDI
- Virtuelle Computer
VDI-Desktops sind im Wesentlichen virtuelle Computer. Jeder virtuelle Desktop ist eine isolierte Umgebung, die als Desktop fungiert und über ein eigenes Betriebssystem, eigene Anwendungen und eigene Einstellungen verfügt. - Hypervisor
Der Hypervisor befindet sich auf dem physischen Server oder der Cloudplattform und verwaltet die Zuweisung von Ressourcen an jede virtuelle Maschine. Er sorgt dafür, dass jeder virtuelle Desktop unabhängig und sicher ausgeführt wird. - Verbindungsbroker
Das ist das Gateway zwischen der Person und dem virtuellen Desktop. Der Verbindungsbroker authentifiziert Benutzende und leitet sie basierend auf ihren Zugriffsberechtigungen an den richtigen virtuellen Computer weiter. Er sorgt dafür, dass Teammitglieder immer mit ihrer personalisierten Desktopumgebung verbunden werden. - Speicher
VDI erfordert ein zentrales Speichersystem, in dem die Betriebssysteme, Anwendungen und Benutzerdaten für die virtuellen Desktops abgelegt werden. Dieser Speicher befindet sich in der Regel in einem Rechenzentrum oder in der Cloud und kann auf Geschwindigkeit und Redundanz optimiert werden. - Clientgerät
Das ist das Gerät, auf dem die Person arbeitet, ganz gleich, ob es sich um einen Laptop, Desktop-PC, ein Tablet oder Smartphone handelt. Auch wenn das Clientgerät keine hohe Rechenleistung benötigt, braucht es eine Internetverbindung, um auf den virtuellen Desktop zuzugreifen. - Benutzerprofilverwaltung
Benutzerprofile speichern Einstellungen und Präferenzen, damit Teammitglieder bei jeder Anmeldung an ihrem virtuellen Desktop eine personalisierte Erfahrung erhalten. Diese Profile werden zentral verwaltet, sodass Mitarbeitende auf dieselbe Umgebung zugreifen können, ganz gleich, wo oder wie sie sich verbinden.
So funktioniert der VDI-Prozess:
- Benutzerauthentifizierung: Wenn sich eine Person anmeldet, überprüft der Verbindungsbroker ihre Identität.
- Zuweisung des virtuellen Desktops: Der Verbindungsbroker verbindet das Teammitglied basierend auf seinem Profil mit einem verfügbaren virtuellen Desktop.
- Benutzerinteraktion: Anschließend greift die Person auf den virtuellen Desktop zu und interagiert mit Anwendungen und Dateien, als würde sie an einem physischen Gerät arbeiten.
- Zentrale Verwaltung: IT-Administrierende verwalten alle virtuellen Desktops von einem zentralen Ort aus und sorgen so für einheitliche Updates und Sicherheit.
Entdecken Sie die Vorteile der virtuellen Desktopinfrastruktur
VDI bietet leistungsstarke Vorteile für Unternehmen, die Fernarbeit unterstützen, die Sicherheit verbessern, Kosten senken und IT-Abläufe vereinfachen möchten. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für VDI, weil es ihnen hilft,:
- Hybride oder remote arbeitende Teams unterstützen.
VDI gibt Mitarbeitenden von fast überall aus Zugriff auf ihre komplette Desktopumgebung, und das mit jedem Gerät. - Sicherheit und Steuerung verbessern.
Da die Desktops auf zentralen Servern ausgeführt werden, bleiben sensible Daten im Rechenzentrum oder in der Cloud und nicht auf lokalen Geräten. Das ermöglicht eine strengere Zugriffssteuerung und unterstützt eine effektive Data Governance im gesamten Unternehmen. - Die Desktopverwaltung vereinfachen.
Mit VDI können Ihre IT-Teams Updates, Patches und Richtlinien für alle virtuellen Desktops von einem zentralen Ort aus verwalten. Das erleichtert auch die Unterstützung von Anwendungsmodernisierung, damit Software aktuell bleibt und für virtuelle Umgebungen optimiert ist. - Effizient skalieren.
Virtuelle Desktops können schnell hinzugefügt, entfernt oder neu zugewiesen werden, was ideal für wachsende Teams oder saisonale Belegschaften ist. - Einheitliche Mitarbeitererfahrungen bieten.
Mitarbeitende greifen immer auf denselben Desktop zu, unabhängig von ihrem Gerät oder Standort. - Hardwarekosten senken.
Mitarbeitende, die VDI verwenden, können auf leistungsstarke virtuelle Desktops zugreifen, auch wenn sie ältere oder weniger leistungsstarke Geräte nutzen. Dadurch entfällt die Notwendigkeit häufiger Hardwareupgrades. - Onboarding beschleunigen.
Neue Teammitglieder können schnell eingerichtet werden und direkt mit der Arbeit beginnen, ohne ein neues physisches Gerät zu benötigen.
Typische VDI-Anwendungsfälle
Hier sind nur einige Gründe, warum Unternehmen auf VDI setzen:
Mobil- und Hybridarbeit
VDI bietet Teammitgliedern ein konsistentes, sicheres Desktop-Erlebnis, ganz gleich, wo gearbeitet wird. Das ist besonders hilfreich für Organisationen mit Mitarbeitenden, die ihre Zeit zwischen Büro und Homeoffice aufteilen.
Bring Your Own Device (BYOD)
Wenn Mitarbeitende private Geräte für die Arbeit nutzen, hilft VDI dabei, Unternehmensdaten zu schützen. Da Desktops in der Cloud ausgeführt werden, werden keine sensiblen Daten auf dem eigenen Gerät der beschäftigten Person gespeichert.
Temporäre oder vertraglich gebundene Arbeitskräfte
Mit VDI können Unternehmen temporäre Desktops für Auftragnehmende oder Saisonkräfte einrichten, ohne Hardware zu versenden oder lokale Computer zu verwalten.
Umgebungen mit hohen Sicherheitsanforderungen
Unternehmen in Branchen wie Finanzwesen, Gesundheitswesen und Behörden brauchen oft strengere Kontrolle über Daten und Zugriffe. VDI unterstützt zentrale Sicherheitsrichtlinien und hilft bei Compliance-Anforderungen.
Geschäftskontinuität und Notfallwiederherstellung
Da auf virtuelle Desktops von überall aus zugegriffen werden kann, lassen sie sich bei unerwarteten Störungen leichter wiederherstellen. Dadurch ist VDI ein nützliches Tool für Notfallwiederherstellungsplanung.
Den Anforderungen von heute und morgen mit VDI gerecht werden
Wenn Sie nach einer Desktoplösung suchen, die zur heutigen Arbeitsweise passt, ist VDI eine leistungsstarke und kostengünstige Option. Sie unterstützt Mobil- und Hybridarbeit, vereinfacht die IT-Verwaltung und senkt die Kosten.
Da sich die moderne Arbeitswelt weiterentwickelt, bleibt VDI ein wertvolles Tool für Unternehmen, die sich schnell anpassen und die Kontrolle über ihre digitalen Arbeitsumgebungen behalten möchten. Wenn Sie sich für eine flexible, skalierbare und sichere VDI-Plattform entscheiden, ermöglichen Sie Ihren Teams mehr zu erreichen und verschaffen Ihrem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil.
Weitere VDI-Ressourcen erkunden
Microsoft Azure entdecken
Erhalten Sie umfassende Unterstützung und Investitionen mit Azure Accelerate
Erwerben Sie die Fähigkeiten, um Ihre Entwicklerkarriere zu starten.
Häufig gestellte Fragen
- Die virtuelle Desktopinfrastruktur (VDI) besteht aus mehreren zentralen Komponenten, darunter virtuelle Computer, die die Desktopumgebungen hosten, ein Hypervisor zum Verwalten dieser virtuellen Computer, ein Verbindungsbroker, der Benutzer*innen authentifiziert und mit ihren Desktops verbindet, zentraler Speicher für Betriebssysteme und Benutzerdaten sowie Clientgeräte, die auf die virtuellen Desktops zugreifen. Zusammen bieten diese Komponenten eine sichere, skalierbare Möglichkeit, Desktops aus der Cloud oder aus Rechenzentren bereitzustellen.
- Ein Beispiel für VDI ist Azure Virtual Desktop, ein cloudbasierter Dienst für Unternehmen, der Mitarbeitenden überall Remote-Desktop- und Anwendungserfahrungen bereitstellt. Mitarbeitende verbinden sich mit ihren personalisierten Desktopumgebungen, die auf der Azure-Cloud-Infrastruktur gehostet werden. So ist sicherer Remotezugriff möglich, ohne leistungsstarke lokale Hardware zu benötigen.
- Ein virtueller Computer (VM) ist ein softwarebasierter Computer, der ein Betriebssystem und Anwendungen wie ein physisches Gerät ausführt. Eine virtuelle Desktopinfrastruktur (VDI) nutzt virtuelle Computer speziell, um Benutzerinnen und Benutzern Desktopumgebungen remote bereitzustellen. Während eine VM viele Zwecke erfüllen kann, konzentriert sich VDI darauf, vollständige, verwaltete Desktops bereitzustellen, die auf VMs gehostet werden.
- Die virtuelle Desktopinfrastruktur (VDI) ist eine Technologie, die virtuelle Desktops von zentralen Servern oder aus der Cloud bereitstellt, damit Benutzerinnen und Benutzer von überall auf vollständige Desktopumgebungen zugreifen können. Windows Virtual Desktop Access (VDA) hingegen ist ein Lizenzierungsmodell, das das Zugriffsrecht auf diese virtuellen Desktops von Geräten gewährt, die nicht unter Software Assurance fallen – etwa von privaten oder Geräten von Drittanbietern.