Definition von Cloudbursting
Cloudbursting ist eine Hybrid Cloud-Strategie, die lokale Infrastrukturen mit Public Cloud-Ressourcen kombiniert, um schwankende Workloads zu steuern. Es adressiert Situationen, in denen lokale Systeme Kapazitätsgrenzen erreichen, indem Rechenressourcen vorübergehend in die Public Cloud erweitert werden.
So funktioniert Cloudbursting
Der Prozess beginnt mit der Überwachung der Ressourcennutzung in der lokalen Umgebung. Wenn die Nachfrage einen vordefinierten Schwellenwert überschreitet, werden zusätzliche Workloads in die Public Cloud umgeleitet. Dieser Wechsel kann über Orchestrierungstools automatisiert werden, die Kapazitätsengpässe erkennen und den Burst ohne manuelles Eingreifen starten. Automatisierung sorgt dafür, dass Workloads nahtlos verschoben werden, wodurch Unterbrechungen minimiert und die Leistung in Spitzenzeiten aufrechterhalten wird.
Wichtige technische Anforderungen
Cloudbursting benötigt mehrere technische Komponenten, um effektiv zu funktionieren:
- Zuverlässige Konnektivität: Eine sichere und stabile Netzwerkverbindung zwischen dem lokalen Rechenzentrum und der Public Cloud.
- Workloadportabilität: Viele Organisationen setzen containerisierte Anwendungen oder virtuelle Maschinen ein, um Migrationen zu vereinfachen und konsistente Umgebungen über verschiedene Plattformen hinweg zu erhalten.
Ausrichtung an Hybrid Cloud-Strategien
Dieser Ansatz unterstützt Elastizität, ein zentrales Prinzip von Cloud Computing, indem Ressourcen je nach Nachfrage dynamisch skaliert werden können. Er passt auch zu Hybrid Cloud-Strategien, die die Kontrolle lokaler Systeme mit der Flexibilität von Public Cloud-Diensten verbinden. Durch die Nutzung beider Umgebungen können Unternehmen die Leistung optimieren und gleichzeitig die Governance für sensible Workloads aufrechterhalten.
Wann Cloudbursting verwendet wird
Cloudbursting ist besonders effektiv für Anwendungen mit vorhersehbaren oder saisonalen Nachfrageschwankungen. Ein Unternehmen kann zum Beispiel eine Basisinfrastruktur für den normalen Betrieb vorhalten und die Public Cloud nur bei Aufkommensspitzen nutzen. Dieses Modell reduziert den Bedarf an dauerhaften Infrastrukturinvestitionen und stellt zugleich sicher, dass Leistungsanforderungen in kritischen Phasen erfüllt werden.