Häufig gestellte Fragen zur Lizenzierung von virtuellen Computern

FAQs

Fragen zu Windows Server

  • Die Lizenz zum Ausführen von Windows Server in der Azure-Umgebung ist standardmäßig im Minutenpreis für Ihren virtuellen Windows-Computer enthalten.

    Die Lizenzmobilität im Rahmen von Software Assurance kann für Windows Server-Lizenzen nicht verwendet werden. Kunden, die Windows Server mit Software Assurance lizenzieren, können jedoch den Azure-Hybridnutzungsvorteil nutzen, um bei Ausführung eines virtuellen Windows-Computers von einem geringeren Minutenpreis zu profitieren.

    Lizenzen zur lokalen Nutzung von Windows Server (ob auf einer virtuellen Festplatte [Virtual Hard Disk, VHD] oder anderweitig) müssen separat über die Volumenlizenzierung erworben werden.

  • Windows Server ist zwar nicht durch die Lizenzmobilität abgedeckt, Volumenlizenzkunden können aber dennoch ein eigenes Image mit Windows Server in Azure hochladen, wenn dieses Teil der Lizenzmobilität für ein anderes migriertes Produkt ist.

    Für die Instanz wird der entsprechende Satz für virtuelle Windows Server-Computer berechnet.

    Mit dem Azure-Vorteil bei Hybridnutzung können Kunden von einem niedrigeren Minutenpreis profitieren.

    Die Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Lizenzierung sämtlicher Anwendungen oder Middleware innerhalb des Image ist Aufgabe des Kunden.

  • Nein. Für den Zugriff auf eine Windows Server-Instanz, die in der Azure-Umgebung ausgeführt wird, sind keine Windows Server-CALs erforderlich, da die Zugriffsrechte in den Minutensätzen für die virtuellen Computer enthalten sind. Für die lokale Verwendung von Windows Server (in einer VHD oder anders) muss eine separate Lizenz erworben werden, und die lokale Verwendung unterliegt den normalen Lizenzbedingungen für die lokale Verwendung von Software.

  • Kunden können die Vorteile der Lizenzmobilität gemäß Software Assurance nutzen, um ihre System Center 2012-Lizenz einer Windows Server-Instanz zuzuweisen, die in Azure ausgeführt wird. Eine System Center Standard-Lizenz kann zum Verwalten von zwei VM-Instanzen verwendet werden. Eine System Center Datacenter-Lizenz kann zum Verwalten von acht VM-Instanzen verwendet werden.

Fragen zu SQL Server

  • Falls Sie ein Endkunde sind, der SQL Server verwendet, verfügen Sie über folgende Möglichkeiten:

    1. Laden Sie ein SQL Server-Image vom Marketplace herunter, und zahlen Sie den Lizenzierungssatz pro Minute von SQL Server. Die SQL Server-Lizenzgebühr ist im Preis für das Image für virtuelle Computer enthalten, so wie auf der Seite mit den Preisen für virtuelle Computer gezeigt.
    2. Kunden mit Software Assurance können Lizenzmobilität verwenden, um Lizenzen lokal einzuführen. Dies kann durch Folgendes geschehen:
      1. Laden Sie ein BYOL-Image (Bring Your Own License) für SQL Server vom Marketplace herunter. Für Images mit SQL-Lizenzierung werden in Azure keine Gebühren berechnet.
      2. Installieren Sie SQL Server manuell auf einem virtuellen Windows Server-Computer aus dem Marketplace.
      3. Laden Sie ein SQL Server-Image aus einer lokalen Umgebung in Azure hoch, um einen virtuellen Computer zu erstellen.

    Sie müssen Microsoft die Verwendung von Lizenzen melden, indem Sie das License Mobility-Überprüfungsformular innerhalb von 10 Tagen verwenden.

  • Jeder bereitgestellte virtuelle Azure-Computer erfordert eine Lizenz für SQL Server. Dazu können Sie einen der folgenden Schritte ausführen:

    • Laden Sie ein SQL-Image vom Azure VM-Marketplace herunter, und zahlen Sie den Minutensatz von SQL Server für jeden virtuellen Computer. Verwenden Sie einen virtuellen SQL Server-Computer aus dem Katalog.

    Oder

    • Kunden mit Software Assurance können die Lizenzmobilität nutzen, um sowohl den aktiven als auch den passiven virtuellen SQL-Computer mit Failoverrechten zu lizenzieren, so wie in den Bedingungen für Produkte mit Volumenlizenzierung beschrieben.

    Führen Sie einen der folgenden Schritte aus, um License Mobility zu verwenden:

    • Erstellen Sie einen virtuellen SQL Server-BYOL-Computer aus dem Azure-Katalog. Die BYOL-Images sind im Azure Marketplace als {BYOL} markiert.
    • Installieren Sie SQL Server manuell auf einem virtuellen Windows-Computer vom Azure Marketplace.
    • Installieren Sie SQL Server lokal, und erstellen Sie ein Image. Dann können Sie das Image in Azure hochladen und aus diesem einen virtuellen Computer erstellen.

    Kunden, die für diesen Zweck die Lizenzmobilität verwenden, müssen Microsoft innerhalb von 10 Tagen über das Lizenzüberprüfungsformular benachrichtigen. Klicken Sie auf Licensing Documents Search (Lizenzdokumentensuche), und suchen Sie nach der License Verification (Lizenzüberprüfung) für Ihre Sprache und Region.

  • SQL Server 2012 wird pro Kern lizenziert. Ein Kern entspricht virtuellen Kernen auf Instanzen von virtuellen Azure-Computern. Die Mindestanzahl an Kernen, die einer Instanz eines virtuellen Computers zugewiesen werden kann, ist vier. Das bedeutet, dass den Instanzen A0 (Sehr klein), A1 (Klein), A2 (Mittel), A3 (Groß) und A6 jeweils vier SQL Server-Kernlizenzen zugewiesen werden müssen. Den Instanzen A4 (Sehr groß) und A7 müssen je acht SQL Server-Kernlizenzen zugewiesen werden.

Fragen zu BizTalk Server

  • Falls Sie ein Endkunde sind, der BizTalk Server verwendet, verfügen Sie über folgende Möglichkeiten:

    • Laden Sie ein BizTalk Server-Image vom Azure VM-Marketplace herunter, und zahlen Sie den Minutensatz von BizTalk Server.
    • Installieren Sie Ihr eigenes BizTalk Server-Image, oder laden Sie es hoch, und verwenden Sie dazu die Vorteile der Lizenzmobilität unter Software Assurance.

    Falls Sie ein Dienstanbieter mit signierter Services Provider License Agreement (SPLA) sind, verfügen Sie über folgende Möglichkeiten:

    • Laden Sie ein BizTalk Server-Image vom Azure VM-Marketplace herunter, und zahlen Sie den Minutensatz von BizTalk Server.

Fragen zu Remotedesktopdiensten

  • Ja, Dienstanbieter können gehostete Lösungen über Remotedesktopdienste anbieten, die in Azure ausgeführt werden, sofern sie Zugriffslizenzen für Abonnenten (Subscriber Access Licenses, SALs) für Remotedesktopdienste von einem Microsoft Services Provider License Agreement-Handelspartner (SPLA) erworben haben.

  • Ab 1. Januar 2014 können Volumenlizenzkunden, die über eine aktive Software Assurance-Vereinbarung für ihre RDS-Benutzer-CALs verfügen, erweiterte RDS-CAL-Rechte nutzen. Damit können sie ihre RDS-Benutzer-CALs mit Software Assurance für eine Windows Server-Instanz nutzen, die in Azure oder in der freigegebenen Serverumgebung eines anderen Dienstanbieters ausgeführt wird. Dieser Software Assurance-Vorteil für RDS-Benutzer-CALs ermöglicht jedem Benutzer zusätzlich zum Zugriff auf die jeweiligen lokalen Server nur den Zugriff auf RDS-Funktionen in einer freigegebenen Serverumgebung (d.h. in Azure oder auf einem Drittanbieterserver). Um diesen Vorteil zu nutzen, füllen Sie das License Mobility-Überprüfungsformular aus, und senden Sie es entweder an Azure oder einen autorisierten Mobility-Partner, bei dem die gehostete grafische Benutzeroberfläche ausgeführt wird. Weitere Informationen finden Sie in Anhang 2 des Abschnitts zu den Software Assurance-Vorteilen für Produktbenutzungsrechte (Product Use Rights, PUR).

  • Nein, das Hosten mehrerer Instanzen ist in den Produktbenutzungsrechten für Windows-Clientbetriebssysteme (z.B. Windows 7 oder Windows 8) eingeschränkt. Das bedeutet, dass Windows Client-Desktops weder in Azure noch bei einem anderen Dienstanbieter wie etwa Amazon oder Rackspace verfügbar sind. Weitere Informationen zu den Microsoft-Produktbenutzungsrechten finden Sie hier.

Fragen zu SharePoint SQL Server

  • SharePoint-Server können in Azure entweder über eine Volumenlizenzvereinbarung für Kunden mithilfe von Lizenzmobilität für Software Assurance oder als Teil einer gehosteten Lösung bereitgestellt werden, die über SPLA lizenziert ist.

Weitere Fragen zur Lizenzierung

  • Neben Windows Server, SQL Server und BizTalk Server unterstützen wir Project Server, Dynamics NAV, Dynamics GP und Team Foundation Server. Die neueste Liste unterstützter Workloads finden Sie in diesem Artikel. Die Tabelle bietet eine Übersicht über die Lizenzierungsmodelle für jedes Produkt:

    Produkte Verfügbar auf dem Image-Marketplace und minutenweise abgerechnet Lizenzmobilität über Software Assurance SPLA-SAL
    Windows Server Datacenter Edition Enthalten
    (Der Minutensatz beinhaltet die Nutzung von Hardwareressourcen, Serverlizenzen und Clientzugriffsrechten.)
    Leer Leer
    Windows Server Standard Edition Leer Leer Leer
    SQL Server Enterprise Edition Enthalten Enthalten Leer
    SQL Server Standard Edition Enthalten Enthalten Enthalten
    SQL Server Web Edition Enthalten Leer Leer
    BizTalk Server Enterprise Edition Enthalten Enthalten Leer
    BizTalk Server Standard Edition Enthalten Enthalten Leer
    SharePoint Server Leer Enthalten Enthalten
    System Center Datacenter Leer Enthalten Leer
    System Center Standard Leer Enthalten Leer
    Team Foundation Server Leer Enthalten Enthalten
    Project Server Leer Enthalten Enthalten
    Microsoft Dynamics NAV Leer Leer Enthalten
    Microsoft Dynamics GP Leer Leer Enthalten
  • Nein. Gemäß den Produktbenutzungsrechten (Product Use Rights, PUR) von Microsoft sind Office und Windows 7 nicht für die Ausführung auf virtuellen Computern lizenziert. Microsoft Office ist in den PUR spezifisch als "Desktopanwendung" klassifiziert und folglich nicht in der Lizenzmobilität enthalten.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website über Microsoft-Produktbenutzungsrechte.

  • Ja, alle derzeitigen Visual Studio-Abonnenten mit aktiviertem Abonnement können einen Großteil der unter MSDN lizenzierten Software in Azure Virtual Machines ausführen. Dadurch erhalten sie mehr Flexibilität beim Entwickeln und Testen ihrer Anwendungen.

    Dieses Cloudnutzungsrecht gilt für jede Softwareanwendung, die Teil des MSDN-Abonnements ist, mit Ausnahme von Windows Client und Windows Server. Visual Studio-Abonnenten können Windows Server in Azure Virtual Machines ausführen. Da Windows Server allerdings nicht Teil der Cloudnutzungsrechte ist, werden den Abonnenten die Kosten für Windows Server-VMs in Rechnung gestellt. Visual Studio-Abonnenten können virtuelle Windows Client-Computer nur im Azure MSDN-Vorteilsabonnement oder im MSDN Dev/Test Pay-As-You-Go-Abonnement ausführen. Im Whitepaper zur Visual Studio- und MSDN-Lizenzierung finden Sie weitere Informationen zu Cloudnutzungsrechten.

    Zusätzlich zu diesem neuen Nutzungsrecht für Visual Studio-Abonnenten haben wir die Azure MSDN-Vorteile erweitert, sodass MSDN-Abonnenten eine monatliche Gutschrift zur Verwendung für Azure-Dienste erhalten. Zudem wurden die Gebühren für die Nutzung von Windows Server-VMs gesenkt.