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Was ist ein VPN (virtuelles privates Netzwerk)?

Ein VPN trägt zum Schutz Ihrer Onlineaktivitäten bei, indem es sichere, verschlüsselte Internetverbindungen zwischen den Geräten der Benutzer und einem privaten Netzwerk herstellt.

Bedeutung von VPN

Ein VPN ist eine grundlegende Netzwerk- und Sicherheitstechnologie in einer cloudorientierten Welt, in der Anwendungen sowohl die lokale Infrastruktur als auch öffentliche Clouddienste umfassen. VPNs werden häufig in Verbindung mit Zero Trust und anderen modernen Sicherheitsansätzen eingesetzt. Sie verschlüsseln Daten und leiten diese über einen geschützten Tunnel weiter, mit dem sich ausschließlich autorisierte Benutzer und Geräte verbinden können.

Wesentliche Punkte

  • Ein VPN ermöglicht den sicheren Remotezugriff auf private Netzwerke und Cloudressourcen.
  • VPNs nutzen Verschlüsselung und Tunnelbildung, um den Datenverkehr vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
  • VPNs werden häufig eingesetzt, um flexible Arbeitsmodelle zu unterstützen, sensible Daten zu schützen und die Konformität mit Vorschriften zu verbessern.
  • VPNs unterstützen Standort-zu-Standort-Verbindungen, Hybrid- und Multicloudarchitekturen, Entwicklerworkflows sowie weitere Anwendungsfälle.
  • VPNs entwickeln sich weiter, um sich an das Zero Trust-Netzwerkkonzept anzupassen und sich in cloudnative Sicherheitsmodelle zu integrieren.
  • Cloudbasierte VPN-Dienste wie das Microsoft Azure VPN Gateway vereinfachen die Bereitstellung und Skalierbarkeit von VPNs.

Wie funktioniert ein VPN?

Anstatt Daten direkt über das Internet zu übertragen, leitet ein virtuelles privates Netzwerk verschlüsselte Daten zwischen Ihrem Gerät und einem vertrauenswürdigen Endpunkt, wie beispielsweise einem Unternehmensnetzwerk oder einer Cloudumgebung, weiter. Ein zwischengeschalteter VPN-Server authentifiziert Sie und Ihr Gerät, verbirgt Ihre IP-Adresse und ermöglicht es Ihnen, Websitesperren und Firewalls im Internet zu umgehen. Dieser Ansatz trägt dazu bei, unbefugten Zugriff, das Abhören von Daten und Datenmanipulationen zu verhindern.

Definitionsgemäß lautet eine VPN-Verbindung wie folgt:

  • Virtuell, da keine physischen Kabel am Verbindungsprozess beteiligt sind.
  • Privat, da über diese Verbindung niemand sonst Ihre Daten oder Browseraktivitäten sehen kann.
  • Vernetzt, da mehrere Geräte – Ihr Computer und der VPN-Server – zusammenarbeiten, um eine eingerichtete Verbindung aufrechtzuerhalten.

Ein VPN hängt von drei Schlüsseltechnologien ab:

Verschlüsselung

Bei der Verschlüsselung werden lesbare Daten in ein unlesbares Format umgewandelt, das als Chiffretext bezeichnet wird. VPNs basieren auf starken kryptografischen Algorithmen, sodass Daten selbst bei einer Abfangung ohne die entsprechenden Schlüssel nicht entschlüsselt werden können. Dadurch werden sensible Informationen wie Anmeldeinformationen, geistiges Eigentum und interne Kommunikation während der Übertragung geschützt.

Tunneln

Beim Tunneln werden verschlüsselte Daten in ein anderes Netzwerkpaket eingekapselt, damit sie sicher über das Internet übertragen werden können. Der Tunnel dient als privater Verbindungsweg zwischen dem Benutzer und dem Zielnetzwerk. VPN-Tunneln trägt dazu bei, den Datenverkehr vor dem Abfangen zu schützen, insbesondere in ungesicherten Netzwerken wie beispielsweise öffentlichen WLAN-Netzwerken, in denen unverschlüsselter Datenverkehr andernfalls eingesehen oder abgefangen werden könnte.

Authentifizierung

Bevor ein Tunnel aufgebaut wird, authentifizieren VPNs Benutzer oder Geräte, um zu überprüfen, ob diese zur Verbindung berechtigt sind. Dieser Schritt stellt sicher, dass nur zugelassene Endpunkte Zugriff auf interne Systeme oder Cloudressourcen erhalten. Verschlüsselung, Tunneln und Authentifizierung bilden gemeinsam die Grundlage für die Funktionsweise eines virtuellen privaten Netzwerks.

VPNs werden häufig in Verbindung mit anderen Technologien wie Big Data, KI und maschinellem Lernen eingesetzt, um sichere, skalierbare digitale Systeme zu unterstützen.

Was sind die Hauptvorteile eines VPN?

Virtuelle private Netzwerke bieten sowohl für Privatpersonen als auch für Organisationen zahlreiche Vorteile, insbesondere angesichts der zunehmenden Dezentralisierung von Belegschaften und Anwendungen. Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:

  • Verbesserter Datenschutz und mehr Sicherheit: Durch die Verschlüsselung des Datenverkehrs und die Verschleierung von IP-Adressen tragen VPNs dazu bei, die Privatsphäre der Benutzer zu schützen und das Sicherheitsrisiko in öffentlichen oder gemeinsam genutzten Netzwerken zu verringern. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie auf sensible Systeme außerhalb einer vertrauenswürdigen Unternehmensumgebung zugreifen.
  • Besserer Schutz für Remote- und Hybridmitarbeiter: Flexible Arbeitsmodelle setzen voraus, dass den Benutzern ein sicherer Zugriff auf interne Systeme gewährt wird. VPNs ermöglichen es Beschäftigten, Entwicklern und Studierenden, sich von nahezu jedem Ort aus sicher mit privaten Netzwerken zu verbinden, ohne diese Ressourcen direkt dem Internet auszusetzen.
  • Nahtlose Kundenerfahrung: Die Benutzer haben das Gefühl, dass ihre Geräte direkt mit einem privaten Netzwerk verbunden sind, auch wenn sie von zu Hause, aus einem Café oder vom Flughafen aus arbeiten.
  • Sicherer Zugriff auf Cloudressourcen: Da Organisationen zunehmend Cloudplattformen wie Microsoft Azure einsetzen, tragen VPNs dazu bei, lokale Umgebungen mit Clouddiensten zu verbinden. Sichere, cloudbasierte Dienste wie VPN Gateway ermöglichen eine verschlüsselte Verbindung zwischen lokalen Rechenzentren und virtuellen Azure-Netzwerken.
  • Verbesserte Compliance und verringertes Risiko: Zahlreiche gesetzliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen schreiben Schutzmaßnahmen für Daten während der Übertragung vor. VPNs erfüllen diese Anforderungen, indem sie zum Schutz sensibler Daten beitragen, während diese zwischen Benutzern, Netzwerken und Clouddiensten übertragen werden. Zudem unterstützen sie verteilte Teams und ermöglichen es Organisationen gleichzeitig, zentralisierte Steuerelemente aufrechtzuerhalten.

Was sind einige Arten von VPNs?

VPNs kommen branchen- und umgebungsübergreifend zum Einsatz, unter anderem in den folgenden Szenarien:

  • Remotearbeit: Organisationen nutzen VPNs, um Beschäftigten und Auftragnehmern an entfernten Standorten Zugriff auf interne Anwendungen, Entwicklungsumgebungen und Daten zu gewähren, ohne diese Systeme öffentlich zugänglich zu machen. Beschäftigte können sich von zu Hause oder auf Reisen sicher mit den Unternehmensnetzwerken verbinden und so ihre Produktivität aufrechterhalten, ohne die Sicherheit zu gefährden.
  • Site-to-Site-Konnektivität: Ein Site-to-Site-VPN verbindet mehrere Standorte – wie beispielsweise Zweigstellen oder Rechenzentren – über das Internet miteinander. Dadurch können Organisationen Standorte sicher miteinander verbinden, ohne auf teure private Leitungen zurückgreifen zu müssen.
  • Hybride und Multicloudumgebungen: Durch die Herstellung sicherer Verbindungen zwischen der lokalen Infrastruktur und Clouddiensten können VPNs hybride sowie Multicloudworkloads und eine schrittweise Cloud-Migration unterstützen.
  • Entwicklerumgebungen: Entwickler verwenden häufig VPNs, um cloudbasierte Anwendungen und andere Lösungen zu entwickeln, zu testen und zu warten. Dazu gehören Lösungen mit kognitiven Diensten, die einen sicheren, verschlüsselten und datenschutzkonformen Netzwerkzugang zu KI-APIs erfordern.
  • Studierenden- und Lernumgebungen: Viele Universitäten und Schulen nutzen VPNs, um Studierenden außerhalb des Campus Zugang zu internen Systemen wie Lernmanagement-Plattformen, digitalen Bibliotheken, Forschungsdatenbanken und Laborumgebungen zu gewähren.

Die sich wandelnde Rolle von VPNs

Zwar sind virtuelle private Netzwerke nach wie vor weit verbreitet, doch entstehen derzeit neuere Sicherheitsmodelle und -technologien, die diese ergänzen oder ersetzen sollen. Hier sind einige wichtige Trends, die Sie im Auge behalten sollten:

Anpassung an das Zero Trust-Netzwerkkonzept

Anstatt sich ausschließlich auf den Standort im Netzwerk zu stützen, überprüfen Zero Trust-Architekturen jeden Benutzer und jedes Gerät, bevor sie Zugriff gewähren. VPNs werden häufig mit identitätsbasierten und bedingten Zugriffssteuerungen kombiniert, um den Zero Trust-Prinzipien gerecht zu werden.

Stärkerer Fokus auf VPN-Alternativen

SASE-Architekturen (Secure Access Service Edge), die Netzwerkfunktionen und Sicherheitsfunktionen in einem einzigen, über die Cloud bereitgestellten Dienst vereinen, setzen sich neben VPNs zunehmend durch, um eine detailliertere Zugriffssteuerung zu ermöglichen.

Zudem ermöglicht das „Software-Defined Perimeter“ (SDP)-Framework, eine von der Cloudsicherheit entwickelte Sicherheitsarchitektur, Organisationen die Einrichtung eines unsichtbaren, identitätsbasierten Netzwerkperimeters, der den Zero Trust-Prinzipien folgt.

Integration in cloudnative Sicherheitsmodelle

Da Anwendungen zunehmend auf cloudbasierte Plattformen verlagert werden, werden Netzwerk- und Sicherheitswerkzeuge immer enger miteinander verzahnt. VPN-Dienste in der Cloud werden so konzipiert, dass sie mit cloudbasierten Sicherheitswerkzeuge zusammenarbeiten, wie beispielsweise Überwachungs-, Analyse- und Systeme zur Erkennung von Bedrohungen, die auf Deep Learning-Technologien basieren.

Der bleibende Wert von VPNs

Virtuelle private Netzwerke spielen in modernen Netzwerkumgebungen eine wichtige Rolle, da sie zur Sicherung von Daten während der Übertragung beitragen, den Remotezugriff ermöglichen und lokale Umgebungen mit der Cloud verbinden.

Während sich Sicherheitsstrategien und -technologien ständig weiterentwickeln, sind VPNs – insbesondere cloudbasierte Lösungen wie VPN Gateway – nach wie vor eine gängige und praktische Methode, um den Datenverkehr zu schützen und gleichzeitig einen einheitlichen Zugriff der Benutzer über verschiedene Umgebungen hinweg zu gewährleisten.

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Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

  • Ein VPN – kurz für „virtuelles privates Netzwerk“ – verschlüsselt den Datenverkehr und leitet ihn über einen sicheren Tunnel weiter. Es schützt Daten bei der Übertragung über öffentliche Netzwerke und ermöglicht es Benutzern, aus der Ferne auf private Ressourcen zuzugreifen.
  • Ein VPN kann die Sicherheit verbessern, indem es die übertragenen Daten verschlüsselt. Der Gesamtschutz hängt jedoch von der Konfiguration des VPN, seinen Authentifizierungsmethoden und der Art und Weise ab, wie es in Verbindung mit anderen Sicherheitssteuerelementen eingesetzt wird.
  • Zu den gängigen Arten zählen VPNs für den Remotezugriff auf einzelne Benutzer, Standort-zu-Standort-VPNs zur Verbindung von Netzwerken sowie cloudbasierte VPNs für hybride und Multicloudumgebungen.
  • Das VPN-Gateway überträgt verschlüsselten Datenverkehr zwischen virtuellen Azure-Netzwerken und lokalen Netzwerken oder Remotenetzwerken unter Verwendung von branchenüblichen VPN-Protokollen. Es unterstützt Site-to-Site-Verbindungen, Point-to-Site-Verbindungen sowie Verbindungen zwischen virtuellen Azure-Netzwerken.