Microsoft Azure-Support – Diagnoseinformationen und Speicherabbild erfassen

Informieren Sie sich darüber, welche Daten an den Microsoft-Support weitergegeben werden, wenn Sie im Microsoft Azure-Portal die Berechtigung zum Erfassen eines vollständigen Speicherabbilds sowie weiterer Diagnoseinformationen erteilen.

Diagnoseinformationen erfassen

Im neuen Microsoft Azure-Portal erteilen Sie über die Option „Diagnoseinformationen freigeben“ Ihre Zustimmung dazu, dass ein Microsoft-Support-Techniker im Rahmen des aktuellen Supportincidents remote Daten aus Ihrer Azure Virtual Machines-/Cloud Services-Instanz erfassen darf, um das gemeldete Problem zu beheben. Beispiele für Diagnosedaten, die bei diesem Vorgang erfasst werden, sind allgemeine Protokolldateien, vom System generierte Ereignisprotokolle, Registrierungsschlüssel, Debugprotokolle sowie grundlegende Informationen zum Netzwerk und zum Speicherdatenträger.

Bei Problemen im Zusammenhang mit App Service werden HTTP-Protokolle, detaillierte Fehlerinformationen, KUDU-Ablaufverfolgungen, Transformationsprotokolle, FREB-Protokolle, Winsock-Protokolle, Ereignisprotokolle, DAAS-Protokolle und WebJob-Protokolle erfasst.

Sie können diesen Zugriff jederzeit aufheben, indem Sie sich an Ihren Supporttechniker wenden. Dadurch wird die weitere Erfassung von Diagnoseinformationen im Zusammenhang mit dieser Supportanfrage unterbunden. Eine ausführliche Liste der erfassten Dateien finden Sie in den Artikeln KB2518791, KB2772488, KB3137322 und KB3200697 sowie in der StorSimple-Wissensdatenbank.

Speicherabbild erfassen

Was ist ein vollständiges Speicherabbild?

Ein vollständiges Speicherabbild ist die umfangreichste Abbilddatei im Kernelmodus. Diese Datei umfasst den gesamten physischen Speicher, der von Windows verwendet wird. Ein vollständiges Speicherabbild umfasst standardmäßig keinen physischen Speicher, der von der Firmware der Plattform verwendet wird.

Das Abbild wird vom Computeknoten (Azure-Host), auf dem es erstellt wurde, zu Debuggingzwecken auf einen anderen Server innerhalb desselben Rechenzentrums kopiert. Da die Daten innerhalb der sicheren Grenzen von Azure aufbewahrt werden, sind die Kundendaten stets geschützt. Weitere Informationen zum Speichern von Kundendaten in Azure.

Zum Erstellen der Abbilddatei wird ein Hyper-V-Speicherstatus des virtuellen Computers generiert. Durch diesen Vorgang wird der virtuelle Computer bis zu 10 Minuten lang angehalten und anschließend fortgesetzt. Die VM wird im Rahmen dieses Vorgangs nicht neu gestartet.

Startdiagnose aktivieren

Bei einer Startdiagnose werden zu Diagnosezwecken Protokolle von dem Host erfasst, auf dem der virtuelle Computer ausgeführt wird. Hierbei werden die Ausgabe der seriellen Konsole und Screenshots des virtuellen Computers erfasst. Bei der Startdiagnose kann die Azure-Plattform auch die Betriebssystem-VHD (Virtual Hard Disk, virtuelle Festplatte) auf Fehler bei der Bereitstellung des virtuellen Computers untersuchen, wodurch Sie detaillierte Informationen zur Ursache von Fehlern erhalten. Der Zugriff auf die Betriebssystem-VHD umfasst Informationen zum Gastbetriebssystem, Systemdateien auf der Festplatte, benutzerdefinierte Skripts und vieles mehr.

Wie werden Ihre Daten verarbeitet?

Zuvor mit Ihrer Zustimmung gesammelte Daten sind von der Aufhebung Ihrer Berechtigung nicht betroffen. Die Daten dienen ausschließlich der Behebung Ihres Problems und werden ohne Ihre Zustimmung nicht zu Marketing-, Werbe- oder anderen kommerziellen Zwecken verwendet. Die Daten können bis zu 90 Tage aufbewahrt werden. Sämtliche vom Microsoft-Support erfassten Daten werden in Übereinstimmung mit unseren standardmäßigen Datenschutzbestimmungen verarbeitet. Weitere Informationen zu Richtlinien für die Datenaufbewahrung.