SLA für Azure Cosmos DB

Zuletzt aktualisiert: Mai 2019

Azure Cosmos DB ist ein global verteilter Datenbankdienst mit Unterstützung mehrerer Datenmodelle von Microsoft. Er bietet eine schlüsselfertige globale Verteilung in einer beliebigen Anzahl von Azure-Regionen durch die transparente Skalierung und Replizierung Ihrer Daten, ganz gleich, wo sich Ihre Benutzer befinden. Der Dienst bietet umfassende SLAs mit einer Verfügbarkeit von 99,99 Prozent, die Durchsatz, Konsistenz, Verfügbarkeit und Latenz der Cosmos DB Datenbankkonten für eine einzige Azure-Region garantieren, die mit einer der fünf Konsistenzebenen oder einem der Datenbankkonten für mehrere Azure-Regionen und einer der vier gelockerten Konsistenzebenen konfiguriert ist. Azure Cosmos DB ermöglicht die Konfiguration von mehreren Azure-Regionen als beschreibbare Endpunkte für ein Datenbankkonto. In dieser Konfiguration bietet Cosmos DB 99,999% SLA sowohl für die Lese- als auch die Schreibverfügbarkeit.

Diese Vereinbarung zum Servicelevel für Microsoft-Onlinedienste (diese „SLA“) ist Teil Ihres Microsoft-Volumenlizenzvertrags („Vertrag“). Alle hier verwendeten, aber nicht in dieser SLA definierten Begriffe haben die Bedeutung, die ihnen im Vertrag zugewiesen wurde. Diese SLA gilt für die hierin aufgeführten Microsoft-Onlinedienste (ein „Dienst“ oder die „Dienste“), jedoch nicht für Dienste mit separatem Markennamen, die mit den Diensten zur Verfügung gestellt werden oder mit diesen verbunden sind, oder für jegliche firmeneigene Software, die Teil eines Dienstes ist.

Wenn wir die in dieser SLA beschriebenen Servicelevels für die einzelnen Dienste nicht erreichen und aufrechterhalten, haben Sie möglicherweise Anspruch auf eine Gutschrift bezüglich eines Teils Ihrer monatlichen Servicegebühren. Während der anfänglichen Laufzeit Ihres Abonnements werden wir die Bestimmungen Ihrer SLA nicht ändern. Wenn Sie jedoch Ihr Abonnement verlängern, gilt die Version dieser SLA, die zum Zeitpunkt der Verlängerung aktuell ist, während des Verlängerungszeitraums. Wir werden Sie mindestens 90 Tage im Voraus über entgegenstehende, wesentliche Änderungen dieser SLA informieren.

Definitionen

Anwendbarer Monatlicher Zeitraum“ ist bezogen auf einen Kalendermonat, in dem wir Ihnen eine Dienstgutschrift schulden, die Anzahl von Tagen, die Sie einen Dienst abonnieren.

Anwendbare Monatliche Dienstgebühren“ sind die Gesamtgebühren, die von Ihnen tatsächlich für einen Dienst gezahlt werden und auf den Monat angewendet werden, in dem eine Dienstgutschrift geschuldet wird.

Ausfallzeiten“ sind für jeden Dienst in den Dienstspezifischen Bestimmungen unten definiert.

Fehlercode“ ist der Hinweis, dass ein Vorgang fehlgeschlagen ist, z. B. ein HTTP-Statuscode im 5xx-Bereich.

Externe Verbindung“ ist der bidirektionale Netzwerkverkehr über unterstützte Protokolle wie HTTP und HTTPS, der von einer öffentlichen IP-Adresse gesendet und empfangen werden kann.

Vorfall“ ist (i) jedes einzelne Ereignis oder (ii) jede Gruppe von Ereignissen, die zu Ausfallzeiten führt.

Verwaltungsportal“ ist die von Microsoft bereitgestellte Weboberfläche, über die Kunden den Dienst verwalten.

Dienstgutschrift“ ist der Prozentsatz der Anwendbaren Monatlichen Dienstgebühren, der Ihnen nach Genehmigung des Anspruchs durch Microsoft gutgeschrieben wird.

Servicelevel“ bezeichnet den/die Leistungsindikator(en), zu dessen/deren Einhaltung bei der Bereitstellung der Dienste sich Microsoft verpflichtet, wie in dieser SLA dargelegt.

Dienstressource“ ist eine einzelne Ressource, die zur Verwendung innerhalb eines Dienstes verfügbar ist.

Erfolgscode“ ist der Hinweis, dass ein Vorgang erfolgreich war, z. B. ein HTTP-Statuscode im 2xx-Bereich.

Unterstützungszeitraum“ ist der Zeitraum, in dem eine Dienstfunktion oder Kompatibilität mit einem getrennten Produkt oder Dienst unterstützt wird.

Bestimmungen

Ansprüche
Damit Microsoft einen Anspruch berücksichtigt, müssen Sie den Anspruch beim Kundensupport bei der Microsoft Corporation zusammen mit allen erforderlichen Informationen einreichen, damit Microsoft den Anspruch überprüfen kann, einschließlich, aber nicht beschränkt auf (i) eine detaillierte Beschreibung des Vorfalls; (ii) Informationen über den Zeitpunkt und die Dauer der Ausfallzeit; (iii) die Anzahl und den/die Standort(e) der betroffenen Nutzer (falls zutreffend); und (iv) Beschreibungen Ihrer Versuche, den Vorfall zum Zeitpunkt des Auftretens zu lösen.

Bei einem Anspruch im Zusammenhang mit Microsoft Azure muss die Anspruchserhebung innerhalb von zwei Monaten nach dem Ende des Abrechnungsmonats, in dem der Vorfall, der Gegenstand des Anspruchs ist, aufgetreten ist, bei uns eingehen. Bei Ansprüchen bezüglich aller anderen Dienste muss der Anspruch bis zum Ende des Kalendermonats nach dem Monat, in dem der Vorfall aufgetreten ist, bei uns eingegangen sein. Wenn sich der Vorfall beispielsweise am 15. Februar ereignet hat, müssen wir die Anspruchserhebung und alle erforderlichen Informationen bis zum 31. März erhalten.

Wir werden alle uns vernünftigerweise zur Verfügung stehenden Informationen auswerten und nach Treu und Glauben feststellen, ob eine Servicegutschrift geschuldet wird. Wir werden wirtschaftlich angemessene Anstrengungen unternehmen, um Ansprüche während des Folgemonats und innerhalb von fünfundvierzig (45) Tagen nach Erhalt zu bearbeiten. Sie müssen den Vertrag einhalten, um zu einer Dienstgutschrift berechtigt zu sein. Wenn wir feststellen, dass Ihnen eine Servicegutschrift zusteht, werden wir die Servicegutschrift auf Ihre zutreffenden monatlichen Servicegebühren anwenden.

Wenn Sie mehr als einen Service (nicht als Suite) erworben haben, können Sie Ansprüche gemäß dem oben beschriebenen Verfahren erheben, als ob jeder Service durch eine individuelle SLA (Vereinbarung zum Servicelevel) abgedeckt wäre. Wenn Sie beispielsweise Exchange Online und SharePoint Online (nicht als Teil einer Suite) erworben haben und während der Laufzeit des Abonnements ein Vorfall bei beiden Diensten zu Ausfallzeiten geführt hat, dann sind Sie womöglich zu zwei separaten Dienstgutschriften berechtigt (für jeden Dienst eine) und müssen unter dieser SLA zwei Ansprüche einreichen. Für den Fall, dass aufgrund desselben Vorfalls mehr als ein Servicelevel für einen bestimmten Service nicht erfüllt wird, müssen Sie nur einen Servicelevel wählen, unter dem Sie einen Anspruch auf der Grundlage des Vorfalls geltend machen können. Sofern in einer bestimmten SLA nichts anderes vorgesehen, ist pro Service für einen zutreffenden Monatszeitraum nur eine Servicegutschrift zulässig.

Dienstgutschriften
Servicegutschriften sind Ihr einziger und ausschließlicher Rechtsbehelf bei Leistungs- oder Verfügbarkeitsproblemen für einen Service im Rahmen des Vertrags und dieser SLA. Sie dürfen Ihre zutreffenden monatlichen Servicegebühren für Leistungs- oder Verfügbarkeitsprobleme nicht einseitig aufrechnen.

Servicegutschriften gelten nur für Gebühren, die für den jeweiligen Service, die jeweilige Serviceressource oder die jeweilige Servicelevel bezahlt wurden, für die ein Servicelevel nicht erfüllt wurde. Wenn Servicelevel für einzelne Dienstressourcen oder getrennte Dienststufen gelten, bezieht sich die Dienstgutschrift nur entsprechend auf die Gebühren, die für die betroffene Dienstressource oder Dienststufe bezahlt wurden. Die in einem beliebigen Abrechnungsmonat für einen bestimmten Service oder eine bestimmte Serviceressource gewährten Servicegutschriften übersteigen unter keinen Umständen Ihre monatlichen Servicegebühren für diesen Service oder diese Serviceressource, wo anwendbar, in dem jeweiligen Abrechnungsmonat.

Bei Diensten, die im Rahmen einer Suite oder eines sonstigen Einzelangebots erworben werden, werden die Anwendbaren Monatlichen Dienstgebühren und die Dienstgutschrift für jeden Dienst anteilig berechnet.

Wenn Sie einen Service bei einem Handelspartner gekauft haben, erhalten Sie eine Servicegutschrift direkt von Ihrem Handelspartner und der Handelspartner erhält eine Servicegutschrift direkt von uns. Die Servicegutschrift basiert auf dem geschätzten Einzelhandelspreis für den jeweiligen Service, der von uns nach unserem vernünftigen Ermessen festgelegt wird.

Einschränkungen
Diese SLA und alle zutreffenden Servicelevels gelten nicht für folgende Leistungs- oder Verfügbarkeitsprobleme:

  1. aufgrund von Faktoren, die außerhalb unserer Kontrolle liegen (z. B. Naturkatastrophen, Kriege, Terroranschläge, Aufstände, staatliche Maßnahmen, Netz- oder Geräteausfall außerhalb unserer Rechenzentren, u.a. an Ihrem Standort oder zwischen Ihrem Standort und unserem Rechenzentrum),
  2. die aus der Nutzung von Diensten, Hardware oder Software hervorgehen, die nicht von uns bereitgestellt wurden, darunter u.a. Probleme im Zusammenhang mit unzureichender Bandbreite oder Software bzw. Diensten von Dritten,
  3. die durch Ihre Verwendung eines Diensts verursacht wurden, nachdem wir Sie angewiesen haben, Ihre Verwendung des Diensts zu ändern, und Sie Ihre Verwendung nicht wie angewiesen geändert haben,
  4. während oder bezüglich einer Vorschau, Vorabversion, Beta- oder Testversion eines Diensts, eines Features oder von Software (wie von uns bestimmt) oder Käufen, die mit Abonnementgutschriften von Microsoft getätigt wurden,
  5. die durch Ihre nicht autorisierte Handlung oder Unterlassung einer erforderlichen Handlung oder die Ihrer Mitarbeiter, Vertreter, Vertragspartner oder Lieferanten oder durch andere Personen verursacht wurden, die sich mithilfe Ihrer Kennwörter oder Geräte Zugriff auf unser Netzwerk verschafft haben, oder die auf andere Weise von der Nichtbefolgung angemessener Sicherheitsverfahren durch Sie verursacht werden,
  6. die durch Ihr Versäumnis, erforderliche Konfigurationen einzuhalten, unterstützte Plattformen zu verwenden, Richtlinien für die akzeptable Nutzung einzuhalten, aufgrund Ihrer Nutzung des Diensts, die nicht mit den Features und Funktionen des Dienstes vereinbar ist (z. B. Versuche, nicht unterstützte Vorgänge durchzuführen) oder die nicht den von uns veröffentlichten Hilfestellungen entspricht, verursacht wurden,
  7. die sich aus fehlerhaften Eingaben, Anweisungen oder Argumenten ergeben (z. B. Anforderung von Zugriff auf nicht vorhandene Dateien),
  8. die sich aus Ihren Versuchen ergaben, Vorgänge durchzuführen, die vorgeschriebene Kontingente überschreiten oder die sich aus der Drosselung von angenommenem missbräuchlichem Verhalten durch uns ergeben,
  9. aufgrund Ihrer Nutzung der Dienstfunktionen, die außerhalb des zugeordneten Unterstützungszeitraums liegen, oder
  10. Für zum Zeitpunkt des Vorfalls reservierte, aber nicht bezahlte Lizenzen.

Dienste, die über Open, Open Value und Open Value Subscription-Volumenlizenzverträge erworben wurden, sowie Dienste in einer Office 365 Small Business Premium-Suite, die in Form eines Product Key erworben wurden, kommen für Servicegutschriften auf der Grundlage von Servicegebühren nicht in Betracht. Für diese Dienste wird jede Servicegutschrift, auf die Sie möglicherweise Anspruch haben, in Form von Dienstzeit (d. h. in Tagen) im Gegensatz zu Dienstgebühren erstellt, und alle Verweise auf „Zutreffende monatliche Dienstgebühren“ werden gelöscht und durch „Zutreffender Monatszeitraum“ ersetzt.

Zusätzliche Definitionen

Container“ ist ein Container von Datenelementen und eine Maßeinheit für Transaktionen und Abfragen.

Verbrauchte RUs“ ist die Summe der Request Units (Anforderungseinheiten), die von allen Anforderungen verbraucht werden, die von dem Azure Cosmos DB Container in einer Sekunde bearbeitet werden.

Datenbankkonto“ ist die übergeordnete Ressource des Azure Cosmos DB-Ressourcenmodells. Ein Azure Cosmos DB-Datenbankkonto enthält mindestens eine Datenbank.

Fehlgeschlagene Anforderungen“ sind Anforderungen innerhalb der Gesamtanforderungen, die entweder einen Fehlercode oder nicht innerhalb der in der Tabelle unten genannten Höchstobergrenze einen Erfolgscode zurückgeben.

Fehlgeschlagene Leseanforderungen“ sind Anforderungen innerhalb der Gesamtzahl der Leseanforderungen, die entweder einen Fehlercode ausgeben bzw. nicht innerhalb des in der Tabelle unten angegebenen Zeitlimits einen Erfolgscode ausgeben.

Vorgang Höchstobergrenze ist an Verarbeitungswartezeit gebunden
Alle Datenbankkonto-Konfigurationsvorgänge 2 Minuten
Neue Region hinzufügen 60 Minuten
Manuelles Failover 5 Minuten
Ressourcenvorgänge 5 Sek
Medienvorgänge 60 Sek

Bereitgestellte RUs“ ist die Gesamtzahl der bereitgestellten Request Units für einen bestimmten Azure Cosmos DB Container in einer Sekunde.

Anforderungen mit Ratenbegrenzung“ sind Anforderungen, die einen 429 Status-Code von dem Azure Cosmos DB Container zurückschicken, und damit angeben, dass die verbrauchten RUs die bereitgestellten RUs für eine Partition in dem Container in einer Sekunde überschreiten.

Anforderungseinheit (Request Unit; RU)“ ist eine Durchsatzeinheit in Azure Cosmos DB.

Ressource“ ist eine Reihe URI-adressierbarer Entitäten, die einem Datenbankkonto zugeordnet sind.

Erfolgreiche Anforderungen“ ist die Gesamtzahl der Anforderungen abzüglich der fehlgeschlagenen Anforderungen.

Gesamtzahl der Anforderungen“ bezeichnet die Gruppe aller Anforderungen, einschließlich Ratenbeschränkten Anforderungen und allen Fehlgeschlagenen Anforderungen, die innerhalb eines Zeitraums von einer Stunde innerhalb eines bestimmten Azure-Abonnements in einem Monat der Rechnungsstellung gegen die Ressourcen ausgegeben wurden.

Gesamtzahl der gelesenen Anforderungen“ bezeichnet die Gruppe aller gelesenen Anforderungen, einschließlich der Anforderungen mit Ratenbegrenzung und aller fehlgeschlagenen Anforderungen, die innerhalb eines Zeitraums von einer Stunde innerhalb eines bestimmten Azure-Abonnements in einem Monat der Rechnungsstellung versucht wurden.

Verfügbarkeits-SLA

Gelesene Fehlerquote“ Hierbei handelt es sich um die Zahl, die sich durch die Teilung der Gesamtanzahl gescheiterter Leseanfragen durch die Gesamtanzahl sämtlicher Leseanfragen ergibt - hinsichtlich sämtlicher Ressourcen im Rahmen eines bestimmten Azure-Abonnements während eines 1-Stunden-Intervalls. Wenn die Summe der Leseanforderungen in einem gegebenen einstündigen Intervall Null ist, beträgt die Lesefehlerrate für dieses Intervall 0 %.

Fehlerrate“ ist die Gesamtzahl der fehlgeschlagenen Anforderungen, geteilt durch die Gesamtzahl der Anforderungen in einem Azure-Abonnement während eines bestimmten Ein-Stunden-Intervalls. Wenn die Gesamtzahl der Anforderungen in einem bestimmten Ein-Stunden-Intervall Null ist, liegt die Fehlerrate für dieses Intervall bei 0 %.

Durchschnittliche Fehlerrate“ für einen Monat der Rechnungsstellung ist die Summe der Fehlerraten für jede Stunde im Monat der Rechnungsstellung, geteilt durch die Gesamtzahl der Stunden in diesem Monat.

Durchschnittliche Lesefehlerrate“ für einen Monat der Rechnungsstellung ist die Summe der Lesefehlerraten für jede Stunde im Monat der Rechnungsstellung, geteilt durch die Gesamtzahl der Stunden in diesem Monat.

Der Prozentsatz der monatlichen Verfügbarkeit“ für den Azure Cosmos DB Service, der über Datenbankkonten in einer einzigen Azure-Region bereitgestellt wird, die mit einer der fünf Konsistenzebenen oder einem der Datenbankkonten für mehrere Regionen und einer der vier gelockerten Konsistenzebenen konfiguriert ist, wird durch Abzug von 100 % der durchschnittlichen Fehlerrate für ein bestimmtes Microsoft Azure-Abonnement in einem Monat der Rechnungsstellung errechnet. Der Prozentsatz der monatlichen Verfügbarkeit wird durch die folgende Formel dargestellt:

Monatliche Betriebszeit % = 100 % - Durchschnittliche Fehlerquote

Dienstgutschrift:

Prozentsatz der monatlichen Verfügbarkeit Servicegutschrift
< 99,99 % 10 %
< 99 % 25 %

Der Prozentsatz der monatlichen Leseverfügbarkeit“ für den Azure Cosmos DB Service, der über ein Datenbankkonto für mindestens zwei Regionen bereitgestellt wird, wird berechnet, indem von 100 % die durchschnittliche Lesefehlerrate für einen Monat der Rechnungsstellung für ein bestimmtes Microsoft Azure-Abonnement abgezogen wird. Der Prozentsatz der monatlichen Leseverfügbarkeit wird anhand folgender Formel dargestellt:

Monatliche Leseverfügbarkeit: Uptime % = 100% - Durchschnittliche Leserfehlerquote

Dienstgutschrift:

Prozentsatz der monatlichen Leseverfügbarkeit Servicegutschrift
< 99,999 % 10 %
< 99 % 25 %

Der Prozentsatz der monatlichen Schreibverfügbarkeit“ für den Azure Cosmos DB Service, der über Datenbankkonten für mehrere Azure-Regionen mit mehreren schreibbaren Stellen konfiguriert ist, wird berechnet, indem von 100 % die durchschnittliche Fehlerrate für einen Monat der Rechnungsstellung für ein bestimmtes Microsoft Azure-Abonnement abgezogen wird. Der Prozentsatz der monatlichen Verfügbarkeit wird durch die folgende Formel dargestellt:

Monatliche Betriebszeit % = 100 % - Durchschnittliche Fehlerquote

Dienstgutschrift:

Prozentsatz der monatlichen Verfügbarkeit von mehreren Schreibstellen Servicegutschrift
< 99,999 % 10 %
< 99 % 25 %

Durchsatz-SLA

Fehlgeschlagene Durchsatzanforderungen“ und Limitierungsanfragen, die zu einem Fehlercode führen, bevor die Anzahl der Verbrauchten RUs die Anzahl der Bereitgestellten RUs für eine Partition in dem Container in einer Sekunde überschritten hat.

Fehlerrate“ ist die Gesamtzahl der fehlgeschlagenen Durchsatzanforderungen, geteilt durch die Gesamtzahl der Anforderungen in einem Azure-Abonnement während eines bestimmten Ein-Stunden-Intervalls. Wenn die Gesamtzahl der Anforderungen in einem bestimmten Ein-Stunden-Intervall Null ist, liegt die Fehlerrate für dieses Intervall bei 0 %.

Durchschnittliche Fehlerrate“ für einen Monat der Rechnungsstellung ist die Summe der Fehlerraten für jede Stunde im Monat der Rechnungsstellung, geteilt durch die Gesamtzahl der Stunden in diesem Monat.

Der „Prozentsatz des monatlichen Durchsatzes“ für den Azure Cosmos DB Service wird berechnet, indem von 100 % die durchschnittliche Fehlerrate für einen Monat der Rechnungsstellung für ein bestimmtes Microsoft Azure-Abonnement abgezogen wird. Der Prozentsatz des monatlichen Durchsatzes wird durch die folgende Formel dargestellt:

Monatlicher Durchsatz % = 100 % - Durchschnittliche Fehlerrate

Dienstgutschrift:

Prozentsatz des monatlichen Durchsatzes Servicegutschrift
< 99,99 % 10 %
< 99 % 25 %

Konsistenz-SLA

K“ist die Anzahl von Versionen eines bestimmten Datenelements, für die die Anzahl der Lesevorgänge geringer ist als die der Schreibvorgänge.

T“ steht für ein beliebiges Zeitintervall.

Konsistenzebene“ ist die Einstellung für eine bestimmte Leseanforderung, durch die Konsistenz unterstützt und garantiert wird. In der folgenden Tabelle werden die mit den Konsistenzebenen zusammenhängenden Garantien erfasst. Hinweis: Sitzung, Begrenzte Veralterung, Präfixkonsistenz und eventuelle Konsistenzebenen werden alle als „gelockert“ eingestuft.

Konsistenzebene Konsistenzgarantien
Stark Linearisierbarkeit
Sitzung Lesen der eigenen Schreibvorgänge
(in der Region des Schreibvorgangs)
Monotoner Lesevorgang
Einheitliches Präfix
Begrenzte Veraltung Lesen der eigenen Schreibvorgänge
(in der Region des Schreibvorgangs)
Monotoner Lesevorgang
(in einer Region)
Einheitliches Präfix
Begrenzte Veraltung < K,T >
Einheitliches Präfix Einheitliches Präfix
Letztlich Letztlich

Die „Konsistenzverstoßrate“ beschreibt die erfolgreichen Anforderungen, die bei der Ausführung der Konsistenzgarantien, die für die ausgewählte Konsistenzebene geteilt durch die Anzahl der Gesamtzahl der Anforderungen angegeben wurden, über alle Ressourcen in einem Azure-Abonnement hinweg nicht in einem bestimmten Ein-Stunden-Intervall geliefert werden konnten. Wenn die Gesamtzahl der Anforderungen in einem bestimmten Ein-Stunden-Intervall Null ist, liegt die Konsistenz-Verstoßrate für dieses Intervall bei 0 %.

Durchschnittliche Konsistenzverstoßrate“ für einen Monat der Rechnungsstellung ist die Summe der Konsistenzverstoßrate für jede Stunde im Monat der Rechnungsstellung, geteilt durch die Gesamtzahl der Stunden in diesem Monat.

Der „Prozentsatz der monatlich erreichten Konsistenz“ für den Azure Cosmos DB Service wird durch Abzug von 100 % der durchschnittlichen Konsistenz-Verstoßrate für einen Monat der Rechnungsstellung für ein bestimmtes Microsoft Azure-Abonnement errechnet.

Monatliche Konsistenz % = 100 % - Durchschnittliche Konsistenz-Verstoßrate

Dienstgutschrift:

Prozentsatz der monatlichen Erzielung von Konsistenz Servicegutschrift
< 99,99 % 10 %
< 99 % 25 %

Latenz-SLA

Anwendung“ hierbei handelt es sich um eine Azure-Cosmos-DB-Anwendung, die in einer lokalen Azure-Region mit aktiviertem beschleunigtem Networking und unter Verwendung des Azure-Cosmos-DB-Clients SDK (mit TCP - direkter Konnektivität konfiguriert) im Rahmen eines konkreten Microsoft-Azure-Abonnements in einem Abrechnungsmonat zum Einsatz kommt.

N“ ist die Anzahl der erfolgreichen Anforderungen für eine bestimmte Anwendung, die für ein Datenelement entweder Lese- oder Schreibvorgänge mit einer Nutzlast von höchstens 1 KB in einer Stunde durchführt.

S“ beschreibt den aufsteigend nach Latenz sortierten Satz von Antwortzeiten erfolgreicher Anforderungen für eine bestimmte Anwendung, die für ein Dokument entweder Lese- oder Schreibvorgänge mit einer Nutzlast von höchstens 1 KB in einer Stunde durchführt.

Ordinaler Rang“ ist das 99. Perzentil, das die am nächsten gelegene Rangmethode verwendet, welche durch folgende Formel dargestellt wird:

Ordinaler Rang = (99 / 100) * N

P99-Latenz“ ist der Wert am ordinalen Rang S.

Überschüssige Latenzstunden“ die Gesamtanzahl von Ein-Stunden-Intervallen, in denen von einer Anwendung eingereichte erfolgreiche Anforderungen in einer P99-Latenz resultierten, deren Wert mindestens 10 ms für Datenelement-Lesevorgänge bzw. 10 ms für Datenelement-Schreibvorgänge entspricht. Wenn die Anzahl der erfolgreichen Anforderungen in einem bestimmten Ein-Stunden-Intervall Null ist, ist die Anzahl der überschüssigen Latenzstunden für dieses Intervall 0.

Überschüssige Latenzstunden im Durchschnitt“ für einen Monat der Rechnungsstellung ist die Summe der überschüssigen Latenzstunden, geteilt durch die Gesamtzahl der Stunden in diesem Monat.

Monatlicher P99 Latenzleistungsprozentsatz“ für eine bestimmte Azure-Cosmos-DB-Anwendung, die über Datenbankkonten eingesetzt wird, ist einer einzigen Azure-Region angepasst, die mit einer von fünf Konsistenzebenen oder Datenbankkonten mit der Reichweite über mehrere Regionen konfiguriert wurden, die mit einer von vier Konsistenzebenen konfiguriert wurden, wird subtrahiert von 100 % der durchschnittlichen Überschusslatenzquote im Rahmen eines bestimmten Microsoft-Azure-Abonnements eines konkreten Rechnungsmonats. Der Prozentsatz der monatlichen Erzielung von P99-Latenz wird durch folgende Formel ermittelt:

Monatlich erreichte P99 Latenz % = 100 % - Durchschnittliche übermäßige Latenzrate

Dienstgutschrift:

Prozentsatz der monatlichen Erzielung von P99-Latenz Servicegutschrift
< 99,99 % 10 %
< 99 % 25 %

Versionsübersicht

1.3 Zuletzt aktualisiert: Mai 2019
Versionshinweise: Verbessertes Schreiben von SLAs auf 10ms für alle Konten.

1.2 Zuletzt aktualisiert: September 2018
Versionshinweise: Verbessertes Schreib-SLA wenn mehrere Azure-Regionen als beschreibbare Endpunkte konfiguriert sind. Zusätzliche 10 ms Schreib-Wartezeit für netzoptimierte Anwendungen.

1.1 Letzte Aktualisierung: November 2017
Versionshinweise: Azure Cosmos DB unterstützt jetzt eine neue Konfiguration: Datenbankkonten für mehrere Regionen mit einer hohen Konsistenz; diese Konfiguration verfügt über eine SLA für Konsistenz, Durchsatz und Leseverfügbarkeit. Die SLA für bestehende Konfigurationen (Cosmos DB Datenbankkonten für eine einzige Region, die mit einer der fünf Konsistenzebenen oder einem der Datenbankkonten für mehrere Regionen und einer der vier gelockerten Konsistenzebenen konfiguriert ist) bleibt unverändert. Tabelle mit verdeutlichten Konsistenzgarantien mit standardisierten Begriffen der Branche.

1.0 Letzte Aktualisierung: Mai 2017
Versionshinweise: Service in Azure Cosmos DB umbenannt

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