Navigation überspringen

SAP S/4HANA auf großen HANA-Instanzen mit Hochverfügbarkeit und Notfallwiederherstellung

Diese Lösungsarchitektur veranschaulicht, wie eine Benutzeranforderung durch eine SAP-Landschaft geleitet wird, die auf hochleistungsfähigen Azure Virtual Machines-Instanzen und einer In-Memory-HANA-Datenbank aufgebaut ist. Die Datenbank wird in großen HANA-Instanzen ausgeführt, um eine unvergleichliche Skalierbarkeit und Leistung zu erzielen. Dieses System profitiert von Betriebssystemclustern für eine hohe Datenbankleistung, von Hochverfügbarkeit über die HANA-Systemreplikation und von einer vollständigen DR-Konfiguration (Disaster Recovery, Notfallwiederherstellung) für eine garantierte Systemverfügbarkeit.

1 2 3 4 5 6 7 8 9

In diesem Beispiel führt ein lokaler SAP-Benutzer einen Vertriebsauftrag über die Fiori-Schnittstelle, eine benutzerdefinierte Schnittstelle oder eine andere Option aus.

Zur Verbindung mit Azure Virtual Machines wird ein ExpressRoute-Hochgeschwindigkeitsgateway verwendet.

Die Anforderung wird an hoch verfügbare ABAP SAP Central Services (ASCS) und dann über Anwendungsserver geleitet, die auf Azure Virtual Machines in einer Verfügbarkeitsgruppe ausgeführt werden, die eine SLA mit einer Betriebszeit von 99,95 % bietet.

Die Anforderung wird vom App-Server an SAP HANA gesendet, das auf primären Serverblades (große Instanzen) ausgeführt wird.

Die primären und sekundären Blades sind auf Betriebssystemebene geclustert, um eine Verfügbarkeit von 99,99 % zu erreichen. Die Datenreplikation erfolgt über die HANA-Systemreplikation im synchronen Modus (HSR) von primären auf sekundäre Blades, um eine RPO von null zu erzielen.

In-Memory-Daten von SAP HANA werden dauerhaft in einem hochleistungsfähigen NFS-Speicher gespeichert.

Die Daten im NFS-Speicher werden regelmäßig innerhalb weniger Sekunden gesichert. Hierbei kommen integrierte Speichermomentaufnahmen im lokalen Speicher zum Einsatz, sodass diese Vorgänge sich nicht auf die Datenbankleistung auswirken.

Persistente Datenvolumes im sekundären Speicher werden über ein dediziertes Backbonenetzwerk für die HANA-Speicherreplikation in ein dediziertes DR-System repliziert.

Große Instanzen auf DR-Seite können zur Kostenersparnis für nicht produktive Workloads eingesetzt werden, indem sowohl der QA-Speicher als auch das (schreibgeschützte) replizierte DR-Volume eingebunden werden.

  1. 1 In diesem Beispiel führt ein lokaler SAP-Benutzer einen Vertriebsauftrag über die Fiori-Schnittstelle, eine benutzerdefinierte Schnittstelle oder eine andere Option aus.
  2. 2 Zur Verbindung mit Azure Virtual Machines wird ein ExpressRoute-Hochgeschwindigkeitsgateway verwendet.
  3. 3 Die Anforderung wird an hoch verfügbare ABAP SAP Central Services (ASCS) und dann über Anwendungsserver geleitet, die auf Azure Virtual Machines in einer Verfügbarkeitsgruppe ausgeführt werden, die eine SLA mit einer Betriebszeit von 99,95 % bietet.
  4. 4 Die Anforderung wird vom App-Server an SAP HANA gesendet, das auf primären Serverblades (große Instanzen) ausgeführt wird.
  5. 5 Die primären und sekundären Blades sind auf Betriebssystemebene geclustert, um eine Verfügbarkeit von 99,99 % zu erreichen. Die Datenreplikation erfolgt über die HANA-Systemreplikation im synchronen Modus (HSR) von primären auf sekundäre Blades, um eine RPO von null zu erzielen.
  1. 6 In-Memory-Daten von SAP HANA werden dauerhaft in einem hochleistungsfähigen NFS-Speicher gespeichert.
  2. 7 Die Daten im NFS-Speicher werden regelmäßig innerhalb weniger Sekunden gesichert. Hierbei kommen integrierte Speichermomentaufnahmen im lokalen Speicher zum Einsatz, sodass diese Vorgänge sich nicht auf die Datenbankleistung auswirken.
  3. 8 Persistente Datenvolumes im sekundären Speicher werden über ein dediziertes Backbonenetzwerk für die HANA-Speicherreplikation in ein dediziertes DR-System repliziert.
  4. 9 Große Instanzen auf DR-Seite können zur Kostenersparnis für nicht produktive Workloads eingesetzt werden, indem sowohl der QA-Speicher als auch das (schreibgeschützte) replizierte DR-Volume eingebunden werden.

Implementierungsleitfaden

Produkte/Beschreibung Dokumentation

SAP HANA in großen Azure-Instanzen

SAP HANA in Azure (große Instanzen) wird auf dedizierten Bladeservern ausgeführt, die sich in einem Microsoft Azure-Rechenzentrum befinden. Dies gilt spezifisch für den Datenbankserver.

NFS-Speicher für große HANA-Instanzen in Azure

Das hochleistungsfähige Azure-NFS-Speichersystem bietet unvergleichliche Kapazitäten für die Sicherung von Momentaufnahmen und die Replikation in den sekundären Speicher. Darüber hinaus sind große HANA-Instanzen die einzige Cloudinfrastrukturen, die eine Verschlüsselung der Speichervolumes bieten.

Virtual Machines

Für SAP in Azure ist es erforderlich, dass Ihre SAP-Workloads auf zertifizierten virtuellen Microsoft Azure-Computern ausgeführt werden. SAP erfordert mindestens zwei vCPUs und ein Arbeitsspeicher-vCPU-Verhältnis von 6:1.

Storage Premium

Microsoft Azure Storage Premium bietet verbesserten Durchsatz und weniger Schwankungen bei E/A-Latenzen. Zur Verbesserung der Leistung verwendet Storage Premium SSDs (Solid State Disks) in Azure Storage-Knoten und einen Lesecache, der durch die lokale SSD eines Azure-Computeknotens abgesichert ist.

ExpressRoute (Front-End)

Azure ExpressRoute im Front-End (siehe Diagramm) bietet eine sichere Konnektivität mit hoher Bandbreite, sodass Sie zuverlässige Verbindungen zwischen Ihrem Netzwerk und dem Microsoft Azure-Netzwerk herstellen können.

ExpressRoute (Back-End)

Azure ExpressRoute im Back-End (siehe Diagramm) ermöglicht die Kommunikation zwischen Ihren Azure-Komponenten im Azure-Rechenzentrum und Ihren Systemen mit SAP HANA in Azure (große Instanz). Die Kosten für die ExpressRoute-Funktionen im Back-End sind in den Kosten für SAP HANA in Azure (große Instanz) enthalten.

Zugehörige Lösungsarchitekturen

1 2 3 4 5 6 7 8 9

SAP NetWeaver in SQL Server

Die Anwendungslösung NetWeaver in SQL Server zeigt, wie eine Benutzeranforderung durch eine auf NetWeaver basierende SAP-Landschaft geleitet wird, wobei SAP-Anwendungen und eine SQL Server-Datenbank mithilfe von Azure Virtual Machines gehostet werden. Dieses System nutzt die Vorteile des Betriebssystemclusterings für Hochverfügbarkeit, Storage Premium für bessere Speicherleistung und Skalierbarkeit, SQL Server Always On-Funktionen für die Replikation und eine vollständige Notfallwiederherstellungskonfiguration für eine Systemverfügbarkeit von 99,95 Prozent.