Navigation überspringen

Neue Lösungen für Oracle WebLogic in Azure Virtual Machines

Veröffentlicht am 1 April, 2021

Principal Program Manager

Wir kündigen eine Hauptversion für Oracle WebLogic Server (WLS) in Azure Virtual Machines an. Das Release wird gemeinsam mit dem WebLogic-Team im Rahmen einer umfassenden Partnerschaft von Microsoft und Oracle entwickelt. Die in der Partnerschaft verfügbare Software umfasst Oracle WebLogic, Oracle Linux und Oracle Database und bietet Interoperabilität zwischen Oracle Cloud Infrastructure (OCI) und Azure. Dieses Release zielt auf gängige Anwendungsfälle für WLS in Azure ab, z. B. ein Basisimage, eine einzelne Arbeitsinstanz, Clustering, Lastenausgleich über App Gateway, Datenbankkonnektivität, Integration mit Azure Active Directory, Zwischenspeicherung mit Oracle Coherence und konsolidierte Protokollierung über den ELK-Stapel. WLS ist für die Unterstützung von Enterprise Java-Workloads in Azure eine zentrale Komponente. Kunden wird empfohlen, den uneingeschränkten Produktionseinsatz dieser Lösungen zu evaluieren und sich zwecks Zusammenarbeit bei Migrationsbedarf mit uns in Verbindung zu setzen.

Anwendungsfälle und Roadmap

Die Partnerschaft zwischen Oracle und Microsoft wurde im Juni 2019 bekannt gegeben. Im Rahmen dieser Partnerschaft haben wir das erste Release von WLS in Azure Virtual Machines bei der Oracle OpenWorld 2019 angekündigt. Die Lösungen vereinfachen die Migration durch automatisierte Boilerplatebereitstellung von virtuellen Netzwerken und virtuellem Speicher, die Installation von Betriebssystem- und Java-Ressourcen, das Einrichten von WLS und das Konfigurieren der Integration in zentralen Azure-Diensten.

wls-on-azure

Frühere Versionen legten den Schwerpunkt auf grundlegende Anwendungsfälle, wie z. B. eine einzelne Arbeitsinstanz oder Clustering. Diese neue Version erweitert die Funktionalität, um die meisten Migrationsszenarios abzudecken. Zu den neuen Features gehören eine verteilte Zwischenspeicherung über Coherence, konsolidierte Protokollierung via ELK, SSL-Zertifikatverwaltung (Secure Socket Layer), DNS-Konfiguration (Domain Name System) und Unterstützung für Oracle HTTP Server (OHS) als Lastenausgleichsoption. Die Funktion zur Datenbankintegration unterstützt Azure PostgreSQL, Azure SQL und Oracle Database unter OCI oder Azure.

Darstellung von Unterstützung und Integrationen von WebLogic in Azure Virtual Machines, einschließlich Datenbankverbindungen, Oracle Coherence, Azure Active Directory, ELK-Stack und Instanzkonfigurationen.

Mithilfe der Lösungen können Sie aus einer Vielzahl von Basisimages auswählen, z. B. WebLogic 12.2.1.3.0 mit JDK8u131/251 und Oracle Linux 7.4/7.6 oder WebLogic 14.1.1 mit JDK11u01 auf Oracle Linux 7.6. Alle Basisimages sind auch eigenständig in Azure verfügbar. Die eigenständigen Basisimages eignen sich für Kunden, die sehr stark angepasste Bereitstellungen benötigen.

Zusätzlich zu den WLS in Virtual Machines-Lösungen haben Oracle und Microsoft eine Reihe von Lösungen vorgestellt, mit denen Sie WLS in Azure Kubernetes Service ausführen können.

In Zukunft werden wir weitere Verbesserungen für die WLS in Virtual Machines-Lösungen ergänzen, z. B. Unterstützung für Red Hat Enterprise Linux zusätzlich zu Oracle Linux oder Basisimages für einige ältere WLS-Versionen wie etwa 10.3.6. Außerdem wird es eine robustere Automatisierung für die WLS in AKS-Lösungen geben.

Mithilfe der Lösungen lassen sich relativ leicht zahlreiche robuste und produktionsfertige Bereitstellungsarchitekturen implementieren, um die Bereitstellung der meisten wichtigen Komponenten schnell zu automatisieren. So können sich die Kunden darauf konzentrieren, geschäftlichen Mehrwert zu generieren. Nachdem die initiale Bereitstellung von den Lösungen implementiert wurde, können Sie die Bereitstellung nach Belieben weiter anpassen. Dies schließt auch die Integration mit weiteren Azure-Diensten ein.

Einfaches Architekturdiagramm, das eine Oracle WebLogic Server-Bereitstellung in Azure Virtual Machines mit Verbindungen zu Datenbanken und ELK als verwalteten Dienst zeigt.

Diese Angebote basieren auf dem Bring-Your-Own-License-Modell. Es wird davon ausgegangen, dass Sie die entsprechenden Lizenzen bereits bei Oracle erworben haben und mit ordnungsgemäßen Lizenzen ausgestattet sind, um Angebote in Azure auszuführen.

Erste Schritte

Kunden, die an WLS in Azure Virtual Machines interessiert sind, sollten sich die Lösungen genauer ansehen, Feedback geben und sich über die Roadmap auf dem Laufenden halten. Kunden können auch praktische Hilfe vom Engineering-Team in Anspruch nehmen, das hinter diesen Angeboten steht. Solange sich die Angebote in der aktiven Entwicklungsphase befinden, haben Sie die Möglichkeit, im Rahmen eines Migrationsszenarios kostenlos zusammenzuarbeiten.