Vorstellung virtueller Azure-Computer der NVv4-Serie für GPU-Virtualisierungsworkloads

Veröffentlicht am 8 August, 2019

Senior Program Manager, Microsoft Azure

Azure bietet eine breite Palette an Größen für virtuelle Computer (VMs) an, die auf verschiedene Kundenanforderungen zugeschnitten sind. Unsere Größenfamilie NV wurde für GPU-gestützte Visualisierungsworkloads wie CAD, Gaming und Simulationen optimiert. Unsere Kunden nutzen diese VMs heute zum Ausführen von Remotevisualisierungsdiensten und virtuellen Desktops in der Cloud. Die bereits vorhandenen VMs der Größe NV eignen sich großartig für grafikintensive Visualisierungsworkloads, aber wir erhalten von unseren Kunden häufig die Rückmeldung, dass für Einstiegsdesktops in der Cloud nur ein Bruchteil der GPU-Ressourcen erforderlich wäre. Derzeit ist die kleinste GPU-VM mit einer vollständigen GPU und mehr vCPU-Leistung/Arbeitsspeicher ausgestattet, als für den Desktop eines Wissensarbeiters in der Cloud benötigt wird. Deshalb stellt sich diese Konfiguration für einige Kunden als nicht besonders kosteneffektiv für Einstiegsszenarien dar.

Vorstellung virtueller Azure-Computer der NVv4-Serie auf der Grundlage von AMD EPYC 7002-Prozessoren und virtualisiertes Radeon MI25-GPU.

Die Vorschauversion der neuen VM-Serie NVv4 kann ab Herbst begutachtet werden. NVv4 bietet eine beispiellose Flexibilität bei der Bereitstellung von GPU-Ressourcen und eröffnet unseren Kunden damit mehr Wahlmöglichkeiten als je zuvor. Kunden können zwischen VMs mit einer ganzen GPU bis hin zu 1/8 einer GPU wählen. Damit werden GPU-Workloads auf Einstiegsniveau oder mit geringem Leistungsbedarf kosteneffektiver als je zuvor. Unsere Kunden haben natürlich weiterhin die Option, auf eine leistungsstarke Verarbeitung mit einer vollständigen GPU hochzuskalieren.

Virtuelle NVv4-Computer unterstützen bis zu 32 vCPUs, 112 GB Arbeitsspeicher und 16 GB GPU-Arbeitsspeicher.

 

Größe vCPU Arbeitsspeicher GPU-Arbeitsspeicher Azure-Netzwerk
Standard_NV4as_v4 4 14 GB 2 GB 50 GBit/s
Standard_NV8as_v4 8 28 GB 4 GB 50 GBit/s
Standard_NV16as_v4 16 56 GB 8 GB 50 GBit/s
Standard_NV32as_v4 32 112 GB 16 GB 50 GBit/s

Mit unserer hardwarebasierten GPU-Virtualisierungslösung, die auf AMD MxGPU und der als Industriestandard geltenden SR-IOV-Technologie aufbaut, können Kunden Workloads sicher auf virtuellen GPUs mit einem dedizierten GPU-Framebuffer ausführen. Die neuen virtuellen NVv4-Computer unterstützen auch Azure SSD Premium-Datenträger. Bei den NVv4-VMs ist für Anwendungen, die zusätzliche vCPUs nutzen können, gleichzeitiges Multithreading (Simultaneous Multi-Threading, SMT) aktiviert.

Für Kunden, die GPU-VMs im Rahmen des DaaS-Angebots (Desktop-as-a-Service) nutzen möchten, bietet Windows Virtual Desktop einen umfangreichen Desktop- und Anwendungsvirtualisierungsdienst, der in Azure ausgeführt wird. Die neuen virtuellen Computer der NVv4-Serie werden von Windows Virtual Desktop sowie Azure Batch unterstützt und ermöglichen somit cloudnative Batchverarbeitung.

Für eine guten Endbenutzererfahrung mit VDI/DaaS in der Cloud sind Anwendungen und Protokolle für die Remoteanzeige unerlässlich. Die neue VM-Serie funktioniert mit Windows Remote Desktop (RDP) 10, Teradici PCoIP und HDX 3D Pro. Die AMD Radeon-GPUs unterstützen DirectX 9 bis 12, OpenGL 4.6 und Vulkan 1.1.

Kunden können sich bereits heute für den Zugang zur NVv4-Serie registrieren, indem sie dieses Formular ausfüllen. Virtuelle NVv4-Computer werden im Verlauf dieses Jahres zunächst in den Azure-Regionen „USA, Süden-Mitte“ und „Europa, Westen“ und bald darauf auch in weiteren Regionen verfügbar gemacht.