Schnelleres und effizienteres Entwickeln mit Kubernetes

Veröffentlicht am 17 November, 2020

Corporate Vice President, Azure Compute

Willkommen bei der KubeCon North America. Die Zeit seit San Diego ist wie im Flug vergangen. Wir sind dieses Jahr zwar physisch weiter voneinander getrennt, das Wachstum der Kubernetes-Community hat aber keinesfalls angehalten. Bei Azure freuen wir uns, dass sowohl unsere Open-Source-Projekte als auch Azure Kubernetes Service Benutzer und Unternehmen wie Finxact, Mars Petcare und Mercedes Benz befähigt haben, als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie erforderliche Skalierungen und Transformationen durchführen zu können.

Angesichts aktueller Umstände wenden sich Kunden Azure und Kubernetes zu, um die Vorteile von Anwendungsplattformen und -mustern zu nutzen, die eine schnelle Entwicklung neuer Anwendungen ermöglichen und das Iterieren der Anwendungen, die bereits erstellt wurden, vereinfachen. Kubernetes in Microsoft Azure ist eine zuverlässige und sichere Grundlage für diese cloudnative Anwendungsentwicklung. Gleichzeitig führt die Dringlichkeit der aktuellen Lage dazu, dass eine möglichst hohe Effizienz von großer Bedeutung ist. Wir freuen uns, dass so viele Benutzer ihre betriebliche Effizienz und Ressourceneffizienz dank Azure Kubernetes Service verbessern konnten. In den vergangenen Monaten haben unsere Microsoft-Teams faszinierende Technologien entwickelt, die es Kunden ermöglichen, effizienter zu arbeiten. Heute freue ich mich, Ihnen diese vorstellen zu können.

Höhere Effizienz dank Azure Kubernetes Service 

Im Zusammenhang mit moderner Anwendungsentwicklung gehören Function-as-a-Service-Ansätze und die ereignisorientierte Programmierung zu den gängigsten Konzepten. Während die ersten Entwicklungen dieser Ansätze im Kontext cloudbasierter Plattformen stattfanden, wurden während der vergangenen Jahre auch immer mehr Function-as-a-Service-Projekte in Kubernetes verfolgt. Ein essentieller Bestandteil dieser Innovationen bestand im KEDA-Projekt (Kubernetes Event-Driven Autoscaler). Obwohl KEDA als gemeinsames Projekt von Microsoft und Red Hat begann, hat es sich schnell zu einem wahren Communityprojekt entwickelt. Wir sind beeindruckt, wie KEDA von Mitgliedern der Community so erweitert wurde, dass ereignisorientierte Programmierung mit Apache Airflow und Alibaba Cloud verbunden werden konnte. Vor Kurzem kündigte die KEDA-Community das 2.0-Release an, das unter anderem Verbesserungen an der KEDA-Ressource ScaledObject sowie neue Arten von Skalierungen beinhaltet, die die Integration von KEDA in viele verschiedene Workflows vereinfachen. KEDA 2.0 ist allgemein verfügbar und kann für Ihre ereignisorientierten Produktionsworkloads sofort verwendet werden.

Das Ermöglichen von Innovationen ist ein Hauptanliegen des Teams für cloudnative Projekte in Azure. Kubernetes ist für unternehmenskritische Infrastrukturen aber ebenfalls nicht wegzudenken. Deshalb wurden grundlegende Investitionen in erheblichem Umfang getätigt, um Vorteile für Workloads, für die eine hohe Latenz eine Rolle spielt, bieten zu können. Am 15. September hat Microsoft uns die Zukunft des Gamings mit seinem Xbox Game Pass-Streamingdienst ein weiteres Stück näher gebracht. Von Anfang an war es eine sehr gewinnbringende Erfahrung, zusammen mit Team Xbox die Vorteile von Azure Kubernetes Service für Project xCloud einzusetzen. Im Rahmen der generellen Unterstützung solcher unternehmenskritischen Workloads geben wir die allgemeine Verfügbarkeit der Kubernetes-Version 1.19 bekannt, bei der unter anderem gehärtete Images hinzugefügt wurden, die der Sicherheitsbaseline von Microsoft entsprechen und konform mit CIS-Benchmarks von Linux und Kubernetes sind. Über die Integration von Containern in Azure Kubernetes Service (AKS) wird das Open-Innovation-Konzept weiterhin unterstützt. Für viele dieser anspruchsvollen Workloads wie beim Gaming spielt Latenz eine sehr große Rolle. Also wurde in AKS Unterstützung für kurzlebige Datenträger hinzugefügt, was eine schnellere Clustererstellung und geringere Latenz beim Datenträgerzugriff ermöglicht – und das sind nur die Verbesserungen dieses Monats. Tatsächlich kommen monatlich neue Features hinzu, die für Zuverlässigkeit, Leistung und Skalierbarkeit in AKS sorgen.

Während wir Verbesserungen in AKS durchführen, haben wir stets die Verbesserung der betrieblichen Effizienz unserer Kunden im Blick. AKS soll so flexibel wie möglich gestaltet werden, damit unsere Kunden genau die Funktionen nutzen können, die für ihre jeweiligen Anforderungen erforderlich sind. Aus diesem Grund ist die maxSurge-Funktion seit Kurzem allgemein verfügbar. maxSurge ermöglicht schnellere Upgrades, indem mehrere neue Pufferknoten verwendet werden, um ältere Knoten gleichzeitig zu ersetzen. Anstatt Knoten einzeln ersetzen zu müssen, können Kunden jetzt ihren maxSurge-Wert pro Knotenpool anpassen, um die Anzahl der gleichzeitigen Ersetzungsvorgänge zu definieren.  Indem der maxSurge-Wert für ein Upgrade erheblich erhöht wird, kann die Upgradelatenz – mit dem Nachteil erhöhter Unterbrechungen – reduziert werden. Standardmäßig werden AKS-Upgrades langsam und sorgfältig durchgeführt, wobei Unterbrechungen für Anwendungen, die auf dem Cluster ausgeführt werden, minimiert werden. Da unsere Kunden jedoch zunehmend zu cloudnativen Anwendungen wechseln, für deren Anwendungsmuster Unterbrechungen eine immer kleinere Rolle spielen, können Upgrades mit maxSurge einfach beschleunigt werden.

Treten Sie während der KubeCon mit uns in Kontakt

Wir bedanken uns bei allen Microsoft-Teams, die diese Verbesserungen erst ermöglicht haben. Bei jedem Kontakt mit einem Kunden, ob im Rahmen der KubeCon oder generell, ist es mir eine große Freude, zu sehen, wie sich diese harte Arbeit dadurch auszahlt, dass jeder einzelne unserer Kunden noch mehr erreichen kann. Da die KubeCon virtuell stattfinden wird, biete ich am Mittwoch, 18. November, um 23:30 Uhr (2:30 PM PST) eine Fragerunde zusammen mit mehreren führenden Entwicklern von Microsoft an, in der Sie mir Ihre Fragen stellen können. Ich wünsche allen Communitymitgliedern eine erfolgreiche Zeit während der KubeCon und drücke die Daumen, dass wir uns nächstes Jahr wieder persönlich sehen können.