Azure-IaaS (Infrastructure-as-a-Service) für jede Workload

Veröffentlicht am 5 November, 2019

Partner PM Manager and Head of Product, Azure Compute (IaaS)

Diese Woche haben wir bei der Microsoft Ignite mehrere wichtige Neuzugänge zu unserem Azure-IaaS-Portfolio (Infrastructure-as-a-Service) bekannt gegeben.

Viele Unternehmen wie GEICO, H&R Block oder CONA Services führen mithilfe von Azure verschiedenste geschäftskritische Workloads aus, für die häufig eine dynamische und skalierbare Infrastruktur mit einzigartiger Leistung erforderlich ist.

Und die Anforderungen dieser breit gefächerten und wachsenden unternehmenskritischen Workloads bei Azure zu unterstützen, werden unsere Infrastrukturdienste stetig weiterentwickelt, um die Ausführung dieser Workloads zu optimieren.

Infrastruktur für jede Workload

Umfassende Infrastrukturlösungen: Flexibilität und Alternative

Wir haben bereits verschiedene neue Angebote bekannt gegeben, die unser Portfolio verfügbarer VM-Instanzgrößen für universelle, speicherintensive und Remotevisualisierungsszenarien erweitern, einschließlich der Möglichkeit, VMware-Umgebungen nativ auszuführen. Dazu kommen Verbesserungen an der Plattform, durch die Ihre Workloads noch einfacher zu Azure migriert werden können.

Virtuelle Microsoft Azure-Computer der Serien Ea v4, Eas v4, Da v4 und Das v4 jetzt verfügbar

Nachdem wir bereits als erster globaler Cloudanbieter die Bereitstellung von AMD EPYC™ 7452-basierten virtuellen Azure-Computern bekannt gegeben haben, arbeiten wir auch weiterhin gemeinsam mit unseren Technologiepartnern wie AMD daran, Unternehmen mit den neuesten Entwicklungen zu versorgen. 

Diese Woche geben wir die Verfügbarkeit der Azure-VM-Serien Da v4 und Das v4 für universelle Linux- und Windows-Anwendungen sowie der Azure-VM-Serien Ea v4 und Eas v4 für speicherintensive Linux- und Windows-Workloads bekannt.

Diese neuen virtuellen Azure-Computer bieten den neuesten AMD EPYC™ 7452-Prozessor und sind mit bis zu 96 vCPUs, 672 GiB RAM und 2.400 GiB an temporärem SSD-Speicher ausgestattet. Die virtuellen Computer der Das-Serie und der Eas-Serie unterstützen Azure SSD Premium und werden in naher Zukunft auch Unterstützung für Disk Storage Ultra enthalten.

Vorschauversion der neuen virtuellen Azure-Computer der NVv4-Serie verfügbar

Mit der Vorschauversion von NVv4 erweitern wir auch unser Computeportfolio für Workloads mit Windows Virtual Desktop und High Performance Computing (HPC). Diese neuen virtuellen Azure-Computer bieten den neuesten AMD EPYC™ 7742-Prozessor und sind die ersten für Visualisierungen optimierten virtuellen Azure-Computer, die GPUs des Typs AMD RADEON INSTINCT™ MI25 vorweisen können. NVv4 (derzeit in der Vorschauphase) bietet Kunden eine höhere Flexibilität bei der Auswahl der GPU über partitionierte GPUs, die mit der Industriestandardtechnologie SR-IOV erstellt wurden. Kunden können GPU-VMs der gewünschten Größe ab einem dedizierten GPU-Framepuffer von 2 GB für einen Einstiegsdesktop in der Cloud bis hin zur vollständigen GPU mit einem Framepuffer von 16 GB für leistungsstarke Engineeringworkstations auswählen. Damit werden GPU-Workloads auf Einstiegsniveau oder mit geringem Leistungsbedarf kosteneffektiver, während die Kunden weiterhin auf eine leistungsstarke Verarbeitung mit einer vollständigen GPU des Typs AMD RADEON INSTINCT™ MI25 hochskalieren können.

Azure-VMware-Lösungen jetzt in der Region „Europa, Westen“ verfügbar

Wir geben außerdem die Verfügbarkeit von Azure-VMware-Lösungen in der Azure-Region „Europa, Westen“ bekannt. Wenn Sie derzeit eine lokale VMware-Umgebung verwalten, erhalten Sie mit Azure-VMware-Lösungen die Möglichkeit, Ihre VMware-Umgebung nativ in Azure auszuführen. Dadurch können Sie Ihre bestehenden VMware-Kenntnisse und -Investitionen weiterhin nutzen und gleichzeitig die Skalierbarkeit und Automatisierung, die Sie mit Azure erhalten, voll ausschöpfen. Azure-VMware-Lösungen werden jetzt in den Regionen „USA, Osten“, „USA, Westen“ und „Europa, Westen“ unterstützt.

Neue Azure Migrate-Features zum Optimieren der Migration

Azure Migrate ist ein zentraler Hub für alle Ihre Migrationsanforderungen und bietet jetzt neue Funktionen zum Beschleunigen der Migration physischer Server und virtueller Computer. Außerdem haben wir Verbesserungen an den Serverbewertungsfunktionen vorgenommen, die die Optionen zur Ermittlung ohne Agents vereinfachen. Um sicherzustellen, dass Sie alle für die Migration benötigten Informationen erhalten, bieten wir nun zudem eine tiefergehende Analyse der Anwendungsabhängigkeiten. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation.

Eine dynamische und skalierbare Infrastruktur für Leistung ohne Kompromisse

Eines der Versprechen einer Cloudinfrastrukturen, die für viele Kunden sicherlich am interessantesten ist, stellt die Fähigkeit zur Anpassung an sich ständig ändernde Geschäfts- und IT-Anforderungen dar. Im Rahmen unserer Mission, den Zugriff der Kunden auf eine dynamische und skalierbare Infrastruktur stetig zu verbessern, haben wir unser Portfolio um einige wichtige Neuzugänge erweitert.

Virtuelle Azure-Computer der Generation 2 jetzt allgemein verfügbar

Virtuelle Computer der Generation 2 sind jetzt in Azure allgemein verfügbar. VMs der Generation 2 bieten Unterstützung für Software Guard Extensions (Intel SGX) und die UEFI-Startarchitektur sowie die Möglichkeit der Bereitstellung großer VMs (bis zu 12 TB) und Betriebssystemdatenträger über 2 TB.  

VMs der Generation 2 werden über das Portal, die Befehlszeilenschnittstelle und PowerShell vollständig unterstützt und können von den Kunden bei Bedarf für die Bereitstellung eingesetzt werden. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation für Windows und Linux.

Neue Features für Azure-VM-Skalierungsgruppen jetzt in der Vorschauphase

Wir führen außerdem eine Vorschau neuer Features für Azure-VM-Skalierungsgruppen ein, die das Ausführen von virtuellen Computern jeder Größenordnung vereinfachen und die Laufzeitfunktionen und die Leistung dieser Workloads verbessern. VM-Skalierungsgruppen

Zusätzlich zur Unterstützung einer homogenen Gruppe von VMs für eine skalierbare App-Schicht können Sie nun auch eine leere VM-Skalierungsgruppe erstellen und später während des VM-Erstellungsvorgangs verschiedene VMs hinzufügen, selbst solche, die zu anderen VM-Serien gehören. Dadurch können Sie Hochverfügbarkeit erzielen, indem Sie z. B. eine Gruppe von virtuellen Computern in einer einzelnen Verfügbarkeitszone oder verteilt über mehrere Fehlerdomänen in einer Verfügbarkeitszone bereitstellen. Sie können jetzt mithilfe einer VM-Skalierungsgruppe einen SQL-Hochverfügbarkeitscluster mit Hochverfügbarkeit in einer Zone bereitstellen. Dadurch wird Hochverfügbarkeit für primäre, sekundäre und Zeugen-SQL-VMs in eindeutigen Fehlerdomänen erzielt und gleichzeitig die geringere Netzwerklatenz zwischen VMs beibehalten, die für Verfügbarkeitszonen typisch ist.

Sie können nun auch VMs mit benutzerdefinierten Images über die Azure Shared Image Gallery bereitstellen. Diese bietet eine schnelle, einfache und skalierbare Möglichkeit, Images über mehrere VMs freizugeben, und verkürzt außerdem Bereitstellungszeiten.

Darüber hinaus können Sie eine Richtlinie für das horizontale Herunterskalieren angeben, um die Reihenfolge zu steuern, in der die Bereitstellung von VMs aufgehoben werden sollte. Mithilfe von Beendigungsbenachrichtigungen haben Kunden nun bis zu 15 Minuten Zeit, Bereinigungs- oder andere Aufgaben vor dem Herunterfahren zu erledigen, bevor die Bereitstellung einer VM aufgehoben wird. Der Instanzschutz vor dem horizontalen Herunterskalieren gibt ihnen außerdem die Möglichkeit, VMs anzugeben, deren Bereitstellung beim horizontalen Herunterskalieren nicht aufgehoben werden sollte. 

Alle diese neuen Features helfen Ihnen dabei, Ihre Anwendungen schnell in Betrieb zu nehmen, und sie geben Ihnen zusätzliche Kontrolle über die Art und Weise, wie Sie Ihre Anwendungen entsprechend Ihren Anforderungen skalieren. 

Virtuelle Azure-Computer der HBv2-Serie für HPC-Workloads demnächst verfügbar

VMs der HBv2-Serie bieten die Leistung von Supercomputern, MPI-Skalierbarkeit (Message Passing Interface) und Kosteneffizienz für verschiedenste HPC-Workloads in der Praxis. Virtuelle Computer der HBv2-Serie unterstützen bis zu 80.000 Kerne für einzelne MPI-Aufträge und bieten dadurch eine Leistung, die mit einigen der größten und leistungsstärksten physischen Supercomputer der Welt vergleichbar ist.

Aktualisierte Vorschauversion von virtuellen Azure-Computern der NDv2-Serie

Virtuelle Computer der NDv2-Serie (derzeit in der Vorschau) sind die neuesten, schnellsten und leistungsfähigsten Mitglieder der GPU-Familie. Sie wurden speziell dafür entwickelt, die anspruchsvollen Anforderungen verteilter HPC-, KI- und ML-Workloads (maschinelles Lernen) zu erfüllen. Diese VMs verfügen über 8 verbundene NVIDIA Tesla V100 NVLINK-GPUs mit jeweils 32 GB Arbeitsspeicher, 40 Intel Xeon Platinum 8168-Prozessorkerne ohne Hyperthreading und 672 GiB Systemspeicher. Die VMs der NDv2-Serie (derzeit in der Vorschau) bieten zudem EDR InfiniBand mit 100 GBit/s und Unterstützung für Mellanox OFED-Standardtreiber und alle MPI-Typen und -Versionen. Dank GPU-Arbeitsspeicher von insgesamt 256 GB und InfiniBand Interconnect mit 100 GBit/s eignen sich virtuelle Computer der NDv2-Serie für die anspruchsvollsten Machine Learning-Modelle und verteilten KI-Trainingsworkloads in CUDA, TensorFlow, PyTorch, Caffe und anderen Frameworks.

Näherungsplatzierungsgruppen jetzt allgemein verfügbar

Eine Näherungsplatzierungsgruppe ist eine Funktion zur logischen Gruppierung für virtuelle Azure-Computer, die zum Verringern der Netzwerklatenz zwischen einer Gruppe von virtuellen Computern verwendet werden kann. Wenn Sie einer Näherungsplatzierungsgruppe virtuelle Computer zuweisen, wird ihre Platzierung so optimiert, dass Ihre latenzempfindlichen Workloads mit niedrigerer Latenz ausgeführt werden. Dieses neue Feature wurde von den Kunden während der Vorschauphase in den letzten Monaten häufig eingesetzt, und wir freuen uns, Näherungsplatzierungsgruppen nun in den meisten Azure-Regionen allgemein verfügbar zu machen. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation.

Virtuelle Azure Spot-Computer

Schließlich sind demnächst virtuelle Azure Spot-Computer verfügbar, die Ihnen Zugriff auf ungenutzte Azure-Computekapazität zu deutlichen Rabatten gewähren. Virtuelle Spot-Computer sind ideal für Workloads geeignet, die unterbrochen werden können, und bieten Skalierbarkeit zu geringeren Kosten. Sie können die Preise für virtuelle Spot-Computer für Azure Virtual Machines oder Virtual Machine Scale Sets (VMSS) für geeignete Workloads aller Größen nutzen. Wir gehen davon aus, Anfang 2020 eine Vorschauversion anbieten zu können.

Abschließend ist festzustellen, dass es noch nie einen besseren Zeitpunkt gab, Ihre Workloads in Azure auszuführen oder zu Azure zu migrieren. Wir hoffen, dass Ihnen die Microsoft Ignite gefällt!

Weitere Ressourcen

  • Dokumentation zu virtuellen Azure-Computern der Da-Serie für Linux und Windows

  • Dokumentation zu virtuellen Azure-Computern der Ea-Serie für Linux und Windows

  • Dokumentation zu Azure-VM-Skalierungsgruppen

  • Dokumentation zu virtuellen Azure-Computern der Generation 2 (Windows und Linux)


Azure. Erfinden mit dem Ziel im Blick.