Ankündigung des Premium-Tarifs für Azure Functions für serverlose Enterpriseworkloads

Veröffentlicht am 3 April, 2019

Program Manager, Azure Functions

Wir freuen uns, den Premium-Tarif für Azure Functions in der Vorschauversion bekannt geben zu können, unser neuestes Hostingmodell für Functions! Dieser Tarif stellt eine Sammlung von seit langer Zeit gewünschten Skalierungs- und Konnektivitätsoptionen ohne Kompromisse bei ereignisbasierten Größenordnungen bereit. Mit dem Premium-Tarif können Sie Ihre App mit vorab aufgewärmten Instanzen ohne Verzögerungen nach einem Leerlauf ausführen, Sie können leistungsstärkere Instanzen für die Ausführung verwenden, und Sie können Verbindungen mit VNETs herstellen – während Sie gleichzeitig entsprechend der Auslastung automatisch skalieren.

Wir möchten allen, die an unserer privaten Vorschau teilgenommen haben, aus ganzem Herzen danken! Symantec Corporation und Volpara Solutions sind nur zwei der vielen Unternehmen, die von den neuen Features des Premium-Tarifs profitieren werden.

Nachstehend finden Sie einen Vergleich des Premium-Tarifs mit dem bereits bestehenden Tarif mit dynamischer Skalierung, dem Verbrauchstarif.SKU-Vergleichstabelle mit dem Verbrauchstarif und dem Premium-Tarif in der Vorschauversion

Benutzerdefinierte Bereitstellungen durch erweiterte Skalierungssteuerelemente

Mit dem Premium-Tarif können jetzt Instanzgrößen angegeben werden. Sie können bis zu vier Kerne der D-Serie und 14 GB Arbeitsspeicher auswählen. Diese Instanzen sind erheblich leistungsfähiger als die Instanzen der A-Serie, die mit dem Verbrauchstarif in Functions verfügbar sind, sodass Sie wesentlich CPU- oder speicherintensivere Workloads in einzelnen Aufrufen ausführen können.

Verfügbare Instanzgrößen

Grafik der Instanzgrößen mit Details für EP1, EP2 und EP3

Die maximale Instanzgröße kann mit dem Premium-Tarif jetzt ebenfalls angegeben werden. Dies ist eines der am meisten geforderten Features und ermöglicht Ihnen, die maximale horizontale Skalierung Ihres Premium-Tarifs zu beschränken. Durch das Beschränken der maximalen horizontalen Skalierung können Downstreamressourcen davor geschützt werden, von Ihren Funktionen zu stark ausgelastet zu werden. Außerdem ist es Ihnen möglich, Ihren höchstmöglichen monatlichen Rechnungsbetrag vorherzusagen.

Im Premium-Tarif können minimale Instanzen angegeben werden, damit Sie Ihre Anwendung bereits im Vorfeld der vorhergesagten Auslastung skalieren können. Wenn Sie vermuten, dass eine E-Mail-Kampagne, ein Sonderverkauf oder eine andere zeitlich begrenzte Aktion zu einer schnelleren Skalierung Ihrer App führen wird, können vorab aufgewärmte Instanzen genutzt werden. Sie können Ihre minimalen Instanzen erhöhen, um die Kapazität vorzubereiten.

Wir haben eine beispielhafte dauerhafte Funktion erstellt, die eine beliebige Funktion nach einem Zeitplan mit vorab aufgewärmten Instanzen zwischen dem Verbrauchstarif und dem Premium-Tarif verschiebt, sodass Sie anhand der günstigsten Kosten optimieren können.

Dauerhafte Funktion, die eine Funktion nach einem Zeitplan mit vorab aufgewärmten Instanzen zwischen den Tarifen Verbrauch und Premium verschiebt

Funktionen zum Verbinden mit einem VNET

Der Premium-Tarif ermöglicht Funktionen für dynamische Skalierung das Herstellen einer Verbindung mit einem VNET und sicheren Zugriff auf Ressourcen in einem privaten Netzwerk. Diese Funktion war zuvor nur verfügbar, indem Funktionen in einem App Service-Plan oder einer App Service-Umgebung ausgeführt wurden. Sie ist nun durch den Premium-Tarif in einem dynamisch skalierbaren Modell verfügbar. Lesen Sie mehr über die VNET-Integration.

Durch vorab aufgewärmte Instanzen können Sie einen Kaltstart vermeiden.

Mit dem Premium-Tarif für Functions bieten wir eine Lösung vor die Verzögerung an, die auftritt, wenn Sie erstmalig eine serverlose Anwendung aufrufen: vorab aufgewärmte Instanzen. Diese Verzögerung wird häufig als Kaltstart bezeichnet und stellt eines der verbreitetsten Probleme dar, denen sich Entwickler von serverlosen Anwendungen gegenüber stehen sehen. Weitere Details zum Kaltstart und den Gründen seines Auftretens finden Sie im Blogbeitrag Understanding serverless cold start (Informationen zum serverlosen Kaltstart).

Im Premium-Tarif bieten wir Ihnen die Möglichkeit, eine bestimmte Anzahl von vorab aufgewärmten Instanzen anzugeben, die „warmgehalten“ werden, sodass Ihr Code sofort ausgeführt werden kann. Wenn Ihre Anwendung skaliert werden muss, wird zuerst eine vorab aufgewärmte Instanz ohne Kaltstart genutzt. Ihre App wärmt unverzüglich im Hintergrund eine weitere Instanz auf, um den Puffer an vorab aufgewärmten Instanzen wieder aufzufüllen. Dieses Modell ermöglicht es Ihnen, Verzögerungen bei der Ausführung der ersten Anforderung einer App im Leerlauf zu vermeiden, die auch bei jeder Skalierung auftreten.

Derzeit ist nur eine vorab aufgewärmte Instanz pro Standort zulässig, wir erwarten jedoch, diese Anzahl in den kommenden Wochen erhöhen zu können.

Das Verwalten eines Pools von vorab aufgewärmten Instanzen für die Skalierung ist einer der wichtigsten Vorteile gegenüber bestehenden Umgehungsmethoden. Im Verbrauchstarif umgehen viele Entwickler den Kaltstart, indem Sie einen „Pinger“ implementieren, der die Anwendung mithilfe eines ständigen Pings aufgewärmt hält. Dies funktioniert zwar für die erste Anforderung, aber auch bei Apps mit Pinger tritt bei der Skalierung ein Kaltstart auf, da die neu zum Ausführen der Anwendung herangezogenen Instanzen nicht sofort zum Ausführen des Codes bereit sind. Die Anzahl von angeforderten vorab aufgewärmten Instanzen wird stets als Puffer beibehalten, sodass nie eine Kaltstartverzögerung auftritt, sofern die Skalierung ausreichend langsam zum Aufwärmen der Instanzen stattfindet.

Probieren Sie es aus, und erfahren Sie mehr!

Der Premium-Tarif für Azure Functions ist ab heute zum Ausprobieren in der Vorschauversion verfügbar! Hier erhalten Sie weitere Informationen:

Miniaturbild zum Video über hybride serverlose Enterpriseszenarien