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Azure SQL-Datenbank Hyperscale in der öffentlichen Vorschau

Veröffentlicht am 24 September, 2018

Senior Program Manager, Azure SQL Database

Heute haben wir die öffentliche Vorschauversion von Azure SQL-Datenbank Hyperscale vorab angekündigt. SQL-Datenbank Hyperscale ist eine neue auf SQL basierende und hochgradig skalierbare Dienstebene für einzelne Datenbanken, die sich nach Bedarf an die Anforderungen Ihrer Workload anpasst. Mit SQL-Datenbank Hyperscale können Datenbanken schnell automatisch auf bis zu 100 TB skaliert werden, ohne dass im Voraus Speicherressourcen bereitgestellt werden müssen. Dies erweitert das Potenzial für App-Wachstum ohne Einschränkungen durch die Speichergröße beträchtlich. Die öffentliche Vorschau ist ab dem 1. Oktober 2018 verfügbar.

Im Vergleich mit aktuellen Dienstebenen für Azure SQL-Datenbank bietet Hyperscale folgende zusätzliche Funktionen:

  • Unterstützung von Datenbankgrößen bis 100 TB
  • Schnelle zentrale Hoch-/Herunterskalierung und Point-in-Time-Wiederherstellung, unabhängig von der Datenbankgröße
  • Höherer Protokolldurchsatz als bei aktuellen Dienstebenen
  • Horizontale Hochskalierung von schreibgeschützten Workloads mit Replikaten für Lesevorgänge ohne Datenkopie

Azure SQL-Datenbank Hyperscale basiert auf einer neuen durch die Cloud ermöglichten Architektur, die Compute, Protokollierung und Speicher entkoppelt.

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Serverknoten

Die Serverknoten sehen wie ein traditioneller SQL-Server aus, weisen jedoch keine lokalen Daten- oder Protokolldateien auf. Der primäre Serverknoten schreibt Transaktionsprotokolle in den Protokolldienst und ruft Seiten von Seitenservern ab, wenn sie nicht im lokalen Datencache oder RBPEX (Resilient Buffer Pool Extension, robuste Pufferpoolerweiterung) gefunden werden.

Protokolldienst

Der Protokolldienst externalisiert das Transaktionsprotokoll einer Hyperscale-Datenbank. Die primäre Computeinstanz schreibt das Protokoll in den Protokolldienst. Die Seitenserver und die sekundären Computeinstanzen lesen das Protokoll vom Protokolldienst. Der Protokolldienst lagert die Protokolldatensätze außerdem in kostengünstigeren langfristigen Speicher aus, um Point-in-Time-Wiederherstellungen zu unterstützen.

Seitenserver

Die Seitenserver hosten und verwalten die Datendateien. Sie lesen den Protokolldatenstrom von den Protokolldiensten und wenden die im Protokolldatenstrom beschriebenen Datenänderungen auf die Datendateien an. Leseanforderungen für Datenseiten, die im lokalen Datencache oder RBPEX des Servers nicht gefunden werden können, werden über das Netzwerk an die Seitenserver gesendet, denen die Seiten angehören. In Seitenservern werden die Datendateien in Azure Storage beibehalten und über RBPEX immer zwischengespeichert.

Für eine große Datenbank werden mehrere Seitenserver erstellt. Wenn die Datenbank wächst und der verfügbare Speicherplatz auf den vorhandenen Seitenservern einen Schwellenwert unterschreitet, wird der Datenbank automatisch ein weiterer Seitenserver hinzugefügt. Da Seitenserver unabhängig funktionieren, können wir auf diese Weise die Datenbank vergrößern, ohne auf lokale Ressourceneinschränkungen zu achten.

Automatisierte Sicherung und Point-in-Time-Wiederherstellung

In einer Hyperscale-Datenbank werden Momentaufnahmen der Datendateien regelmäßig von den Seitenservern abgerufen und ersetzen so die traditionelle Streamingsicherung. Wir können dadurch eine sehr große Datenbank in wenigen Sekunden sichern. In Verbindung mit den im Protokolldienst gespeicherten Protokolldatensätzen können Sie die Datenbank unabhängig von der Datenbankgröße in sehr kurzer Zeit für jeden Zeitpunkt innerhalb der Vermerkdauer (in der öffentlichen Vorschau 7 Tage) wiederherstellen.

Wir sind von den neuen Skalierungsebenen, die SQL-Datenbank Hyperscale ermöglicht, begeistert.  Sie können Hyperscale-Datenbanken ab dem 1. Oktober in 12 verschiedenen Azure-Regionen erstellen. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zu Azure SQL-Datenbank.